Emirates fliegt allen davon: Der gefährliche Wundervogel A380

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Emirates fliegt allen davon: Der gefährliche Wundervogel A380

von Rüdiger Kiani-Kreß

Die Fluglinie Emirates aus Dubai erhöht mit dem neuen Terminal für den Superjumbo A380 und den noch ausstehenden Bestellungen den Druck auf die europäischen Fluglinien – nicht zuletzt, weil bei denen der Riesenflieger allmählich zum Ballast wird.

Mit ihren Superlativen wird die Fluglinie Emirates allmählich ein Opfer ihres eigenen Erfolgs. Wer wie die Airline vom Golf die größten Bestellungen und inzwischen die größte Flotte aus Langstreckenfliegern in der Branche hat, dringt mit den echten Knüllern kaum noch durch. So hat kaum jemand wahrgenommen, dass Emirates am 2. Januar 2013 am Drehkreuz Dubai ein eigenes Gebäude eröffnet hat, in dem ausschließlich Flüge mit dem Superjumbo A380 starten.

Jumbo soll weiter wachsen

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Der Concourse A genannte Teil des Terminal 3 hat eine Fläche von gut einer halben Million Quadratmetern und beherbergt ein eigenes Vier- und ein Fünf-Sterne-Hotel. Doch nicht nur deshalb ist er ein Meilenstein. Es ist der Beginn einer weiteren Offensive, mit denen die Linie zur führenden Macht des Luftverkehrs werden will. Noch docken in dem Glaspalast gerade mal 30 Maschinen an. Ausgelegt ist das Haus aber auf mehr als die dreifache Menge.

Spätestens 2018 will die Linie mehr als 90 Exemplare des Superjumbos betreiben. Und der heutige Konzernchef Tim Clark hätte nicht nur gern noch deutlich mehr dieser Vögel. Er drängt bei jeder Gelegenheit Airbus dazu, doch möglichst bald eine noch größere Fassung des Fliegers zu bauen. In den ersten Superjumbo passen "nur" gut 600 Passagiere. Clark sähe gerne eine Version für bis zu 1000 Kunden. Das klingt nach Größenwahn. Solche Maschinen könnten zusammen jeden Tag mehr Gäste transportieren als etwa der Flughafen Düsseldorf Passagiere hat.

Hauptziel: Asien

Doch auf den zweiten Blick ist es schlimmstenfalls Wahnsinn, wie die britische Großbank RBS in einer 50-seitigen Studie ausgerechnet hat. Die frühere Royal Bank oft Scotland kommt auf nicht weniger als 44 Ziele, auf denen Emirates den Riesenvogel gewinnbringend einsetzen könnte. Auch zwei weitere Ziele in Deutschland - Düsseldorf und Frankfurt - zählen dazu.

Aus München fliegt die Linie bereits seit gut einem Jahr. Aus gut einem halben Dutzend weiterer Orte in Europa wie London, Paris, Rom und Zürich gehen pro Tag nicht weniger als acht Flüge. Das Gros der Strecken führt jedoch in asiatische Metropolen. Von Bombay und Delhi aus gehen fünf Flüge täglich. In die chinesische Hauptstadt Peking vier Flüge pro Tag, nach Shanghai und Quanzhou jeweils zwei. Nach New York wären es immerhin drei pro Tag.

Der Grund ist simpel. Bereits heute bietet Emirates aus Dubai mit fast 300 wöchentlichen Flügen mehr Verbindungen in Wachstumsregionen als jede andere Airline der Welt. So etwa nach Lateinamerika, Afrika, Indien, China. Dort hat sich Emirates - trotz der im Vergleich oft deutlich längeren Reisezeiten - dank der günstigen Tickets eine solide Anhängerschaft gesichert. Die dürfte sie wegen ihres vergleichsweise kundenfreundlichen Vielfliegerprogramms auch halten dürfen.

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