Ende des Streits nicht abzusehen: Suhrkamp droht die nächste Klage

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Stand des Suhrkamp-Verlags auf der Frankfurter Buchmesse. Dem Verlag droht erneut eine Klage

von Henryk Hielscher

Ein Ende des juristischen Streits um die Zukunft des Suhrkamp-Verlags ist nicht abzusehen.

Stimmt die Gläubigerversammlung am 22. Oktober der Umwandlung des Verlags in eine Aktiengesellschaft zu, will Minderheitsgesellschafter Hans Barlach Schadensersatz einklagen. „Sollte der Insolvenzplan in der derzeitigen Fassung beschlossen werden, werden wir selbstverständlich die Sekundäransprüche in Angriff nehmen“, kündigt Carl Ulrich Mayer, Verwaltungsrat der Barlach gehörenden Schweizer Medienholding, im Gespräch an.

„Das heißt, die Beteiligten müssen damit rechnen, dass wir sie für mögliche Vermögensschäden in Haftung nehmen.“ Seit Monaten liefern sich Barlach und die Familienstiftung von Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz einen erbitterten Machtkampf um den Verlag. Im Rahmen einer Schutzschirminsolvenz soll der Dauerkonflikt durch eine gesellschaftsrechtliche Umwandlung entschärft werden. Barlach würde dadurch jedoch weitreichende Mitspracherechte verlieren. Sein Vertrauter Mayer kritisiert, durch das „völlig unnötige Verfahren“ würden „für den Verlag Kosten von rund zwei Millionen Euro“ entstehen. Der Generalbevollmächtigte des Verlags, Frank Kebekus, hält die Berechnungen für „völlig überzogen“. Schadenersatzansprüche seien abwegig, sagte er.

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