Ermittlungsverfahren: Deutsche Bahn zieht sich aus korruptionsanfälligen Staaten zurück

Ermittlungsverfahren: Deutsche Bahn zieht sich aus korruptionsanfälligen Staaten zurück

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe) aus Griechenland und anderen korruptionsanfälligen Staaten wie Algerien, Libyen, Ruanda und Thailand zurückgezogen.

Grund dafür seien Erkenntnisse aus einem Ermittlungsverfahren der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Die Bahn-Tochter DB International (DBI) habe im vergangenen Jahrzehnt in mehreren Staaten Schmiergeld gezahlt, um Beratungs- und Planungsaufträge für Eisenbahnprojekte zu bekommen. Beispielsweise in Griechenland bei der Metro, die den Flughafen mit der Stadt, dem Hafen und Korinth verbinde. 315.000 Euro seien laut Ermittlungsergebnissen aus den Bahn-Kassen abgezweigt worden, um griechische Auftraggeber zu bestechen.

So denkt das Netz über die Deutsche Bahn

  • Schlecht, schlechter, Deutsche Bahn

    "Es gibt Sachen, die sind schlecht. Dann gibt es Sachen, die sind noch schlechter oder am schlechtesten, und dann gibt es noch die Deutsche Bahn."

    Twitter-Eintrag am 28. November 2012, 6.03 Uhr

  • Schneeprobleme

    "Hat irgendjemand schon eine Schneeflocke gesichtet? Hab mir gleich mal +60 Minuten auf dem Weg zur Arbeit eingefangen."

    Twitter-Eintrag am 25. November 2012, 23.10 Uhr

  • WLAN

    "WLAN im Wagen 25 des ICE geht natürlich nicht. Ich könnte brechen, wirklich voll tolles träveling wis Deutsche Bahn."

    Twitter-Eintrag am 25. November 2012, 12.33 Uhr

  • Mangelhaftes Feedback

    "Seit 8 Tagen ist der ICE 1023 nach FRA nur halb so lang. Inzwischen hat die Bahn es noch nicht mal mehr nötig, das anzukündigen."

    Twitter-Eintrag am 20. November 2012, 22.53 Uhr

  • Sardine

    "Vom Pinguin zur Sardine. Danke Deutsche Bahn."

    Twitter-Eintrag am 20. November 2012, 22.40 Uhr

Man habe Konsequenzen gezogen und sich "aus Geschäften in vielen Ländern mit bekannt hohen Korruptionsrisiken zurückgezogen", sagte Vorstand Gerd Becht, zuständig für Compliance und Recht, der Zeitung. "Es waren tiefgreifende Einschnitte und ein genereller Neuanfang nötig." Von mehr als 30 DBI-Beschäftigten habe sich die Bahn getrennt, darunter Geschäftsführer und Projektleiter. Dazu habe auch der damalige Niederlassungschef in Griechenland gehört. Die Auslandsbüros dürfen dem Bericht zufolge maximal nur noch umgerechnet 500 Euro in der jeweiligen Landeswährung in der Bargeldkasse haben. Barzahlungen über 100 Euro seien verboten. Die Bahn verklagt rund zehn ehemalige DBI-Verantwortliche auf Schadensersatz.

Anzeige

Hartnäckige Engpässe Was Kunden an der Deutschen Bahn so sehr nervt

Verspätung, Überfüllung oder Totalausfall. Aber fehlende ICE- und Regionalzüge sind nur eines von vielen Symptomen der Fehler im hiesigen Eisenbahnsystem, die Fahrgäste zur Weißglut treiben.

Quelle: dpa/Montage

Nun ermittelt - laut "Süddeutscher Zeitung" gegen 37 Beschuldigte, von denen fast alle DBI-Mitarbeiter sind. Dem Bericht zufolge musste etwa die Ingenieurfirma Lahmeyer aus Bad Vilbel in Hessen, ein Partnerunternehmen der Bahn, musste 600.000 Euro Bußgeld zahlen. Die Firma habe die Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung der Delikte unterstützt.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%