Europa-Chef von A.T. Kearney: "Die schiere Größe allein bringt es nicht"

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InterviewEuropa-Chef von A.T. Kearney: "Die schiere Größe allein bringt es nicht"

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Martin Sonnenschein will die Unternehmensberatung A.T. Kearney organisch wachsen sehen und einzelne Partner integrieren

von Julia Leendertse

Martin Sonnenschein, Zentraleuropachef der Unternehmensberatung A.T. Kearney, über die Zukunft der globalen Alleskönner im Beratungsgeschäft.

WirtschaftsWoche: Herr Sonnenschein, Deloitte schluckt Monitor, EY kürzlich die französische Strategieberatung Greenwich. Roland Berger hat - wenn auch glücklos - versucht, unter das Dach eines großen Players zu schlüpfen. Booz wollte angeblich erst mit Accenture fusionieren und soll jetzt mit Infosys verhandeln. Große Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und IT-Dienstleister versuchen in Ihr Geschäft vorzustoßen. Wird die Luft nicht langsam dünn für internationale Topmanagementberater?

Sonnenschein: Auch wenn einige gerne das Totenglöckchen für die klassischen Strategie- und Managementberater läuten würden: Wir erleben bei A.T. Kearney genau das Gegenteil. Energiewende, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle – es gibt viele Aufgaben, für deren Bewältigung Unternehmen jetzt und zukünftig Berater brauchen. Die Zeichen stehen klar auf Wachstum.

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A.T. Kearney hat sich vorgenommen 2020 doppelt so groß zu sein wie heute. Sind Sie zum Wachstum verdammt, um zu überleben?

Der Verdammnis nahe fühlen wir uns keineswegs. A.T. Kearney hat den Anspruch, Unternehmen bei allen wichtigen Aspekten zu unterstützen. Um das tun, müssen wir als Universalanbieter natürlich auch auf allen wichtigen Märkten der Welt vertreten sein. Die globale Expansion ist aber für uns schon seit fünfzig Jahren ein Thema. Wir sind heute mit 3200 Mitarbeitern in nunmehr 40 Ländern unterwegs - das neueste Büro wurde gerade in Bogota eröffnet. Unser Umsatz hat sich seit unseren Management Buy Out der Partnerschaft in 2006 um 33 Prozent erhöht. Unsere globale Präsenz ist um 30 Prozent gestiegen Wir haben uns im Nahen Osten, in Asien, Afrika und Osteuropa ausgedehnt.

Und wie soll es jetzt weitergehen?

In den nächsten Jahren wollen wir unser Netz weiterentwickeln, vor allem in den Wachstumsregionen. Diese Expansion werden wir aber nicht übers Knie brechen. Wir handeln wie ordentliche Kaufleute mit einer langfristigen Perspektive. Wir investieren nicht nur in Infrastruktur, sondern in die Qualität unserer Arbeit. Daran messen uns unsere Klienten – und das zu Recht.

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