Expedia-Chef: Dara Khosrowshahi wird neuer Uber-Boss

Expedia-Chef: Dara Khosrowshahi wird neuer Uber-Boss

, aktualisiert 30. August 2017, 09:38 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Nach langer Suche steht der neue Uber-Boss fest: Auf Mitgründer Travis Kalanick folgt der Noch-Expedia-Chef Dara Khosrowshahi. Der gebürtige Iraner und erfahrene Manager soll den Fahrdienstleister aus der Krise führen.

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Der 48-jährige Geschäftsmann ist iranischer Abstammung und sitzt im Verwaltungsrat der „New York Times“.

San FranciscoDer Fahrdienstvermittler Uber hat den bisherigen Chef des Online-Reiseanbieters Expedia, Dara Khosrowshahi, offiziell zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. „Der Aufsichtsrat und das Führungs-Team sind zuversichtlich, dass Dara die beste Person ist, um Uber in die Zukunft zu führen“, hieß es einer am Dienstag verschickten E-Mail des Direktoriums an die Uber-Mitarbeiter.

Der iranisch-amerikanische Manager folgt dem umstrittenen Uber-Mitgründer Travis Kalanick, der den Chefposten im Juni nach einem Skandal um sexuelle Belästigung und Diskriminierungen niedergelegt hatte. Das Direktorium hatte sich bereits am Sonntag für Khosrowshahi entschieden, wie Reuters von Insidern erfahren hatte.

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Khosrowshahi bestätigte in einer E-Mail an die Expedia-Mitarbeiter, dass er die Stelle bei Uber angenommen habe, wenn auch mit sehr gemischten Gefühlen: „Das war eine der schwersten Entscheidungen in meinem Leben.“ Er steht nun vor der Aufgabe, Uber nach der Krise wieder auf Kurs zu bringen und nach sieben Jahren mit Verlusten profitabel zu machen.

„Ich muss Euch sagen, dass ich Angst habe“, schrieb er in der Mail, die Reuters vorliegt. „Ich war so lange bei Expedia, dass ich schon vergessen habe, wie das Leben außerhalb ist.“ Der 48-jährige stand seit zwölf Jahren an der Spitze von Expedia und machte das Unternehmen zum weltweit größten Online-Reiseanbieter. Unter seiner Ägide hat sich der Aktienkurs mehr als versechsfacht.

Kalanick, der noch im Uber-Direktorium sitzt und bei der Auswahl von Khosrowshahi beteiligt war, hieß ihn willkommen. „Die Wahl des nächsten Uber-Chefs war ein großer Moment für mich und ich könnte nicht glücklicher sein, den Stab an eine so inspirierende Führungskraft zu übergeben.“

Kalanick hatte den 2009 in San Francisco gegründeten Fahrdienstvermittler durch seinen streitbaren Führungsstil geformt. Uber, zwischenzeitlich mit 68 Milliarden Dollar das wertvollste Start-up-Unternehmen der Welt, hat weltweit die Taxibranche aufgeschreckt. Das aggressive Geschäftsgebaren der Firma zog zahlreiche Klagen nach sich. Zudem sorgte eine Reihe von Skandalen für Aufsehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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