Extremurlaub: Reisen mit Restrisiko

Extremurlaub: Reisen mit Restrisiko

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Auf dem Mount Everest wird es schon eng. Die üblichen Bergwege werden von vielen Anbietern benutzt, darum weichen andere auf abenteuerlichere Wege aus

von Thorsten Firlus

Erholung findet im Kopf statt. Abenteuerliche Ablenkung vom Alltagstrott bietet eine zunehmende Zahl von Reiseveranstalter.

Zu den am häufigsten gestellten Fragen an den Reiseveranstalter Bungee.com gehört: "Könnte ich dabei sterben?" Die Antwort ist denkbar knapp. "Yes. You could. You’ll be signing a waiver, so we’re cool." – Kopfüber in den Vulkan springen, befestigt an einem Bungee-Gummiseil, das ist das Angebot, sämtliche Risiken trägt der Kunde selbst – schließlich unterzeichnet er eine entsprechende Erklärung. Ein 12 500 Dollar teures Vergnügen samt Unterbringung im Fünf-Sterne-Hotel und Helikopterflug zum Vulkon Pucon in Chile, gegen das die Abfahrt auf einer Art Schlitten den Hang des Vulkans Cerro Negro in Nicaragua hinab geradezu wie eine harmlose Rutschpartie wirkt.

Höher, schneller, absurder – die Angebote der Reiseveranstalter in aller Welt sind teils so speziell und atemraubend, dass der Urlaubsuchende fast schon glauben möchte, das Angebot einer Kreuzfahrt vor der somalischen Küste mit Maschinenpistolen an Bord und gezielter Abwehr von Piratenabgriffen sei echt.

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Spielen mit den Urängsten der Menschen

Auf dem Mount Everest wird es inzwischen ziemlich eng. Bergsteiger müssen teils an schmalen Passagen stundenlang Schlange stehen, um den Gipfel zu erreichen. Leichter haben es da die Kunden des spanischen Anbieters von Klettertouren am Camino del Rey. Der in 100 Meter Höhe verlaufende Klettersteig wurde 1914 als Arbeitsweg gebaut für die Arbeiter, die dort ein Stauwerk errichteten. Viel mehr als die Zuversicht in die Guides und die Sicherungsseile bleiben bei der Klettertour nicht, denn der Weg ist ruiniert und teils sind nur noch dünne Träger vorhanden.

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Eine Vielzahl der Reiseangebote spielt mit den Urängsten des Menschen, vor allem mit der Höhenangst, der Furcht vorm tiefen Sturz. Aber es geht auch in die andere Richtung. Zum Beispiel beim Höhlentauchen in Mexiko, das allerdings einige Vorkenntnisse erfordert. Den Gang im Meer für jedermann offeriert hingegen ein Unternehmen, das dem Unbedarften einen Helm mit Sauerstoffversorgung überzieht und ihn dann auf dem Meeresgrund spazieren gehen lässt.

Etwas mehr Zeit sollten die Kunden des Unternehmens Aetem einplanen. Dieses bietet eine Art Dachkoffer für den Rücken an. Darin befindet sich alles Nötige, um schnorchelnd über vier Tage die kroatische Küste abzuschwimmen, bei Lust und Laune mitsamt dem Koffer abzutauchen und abends das Lager am Meer aufzuschlagen. Eigenverantwortlich und ohne Gewähr: "Der Seatrekker muss sich der Gefahren bewusst sein." Gute Reise!

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