Fahrwerksprobleme: Jumbo-Jet landet sicher in London

Fahrwerksprobleme: Jumbo-Jet landet sicher in London

Kurz vor Silvester wollen die Passagiere der Boeing 747 nach Las Vegas reisen. Doch kaum erreicht der Jet von London aus den Atlantik, dreht er um - Probleme mit dem Fahrgestell.

Ein Jumbo-Jet der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat wegen Problemen mit dem Fahrgestell einen Flug nach Las Vegas abgebrochen und ist sicher in London gelandet. Die Boeing 747 war am Montag am Londoner Flughafen Gatwick gestartet. Vor der westenglischen Küste hatten die Piloten umgedreht und waren zurück nach London geflogen. Die Airline bestätigte, dass die Boeing mit der Flugnummer VS 43 Probleme mit dem Fahrgestell hatte und sicher gelandet war.

Die wichtigsten Neuerungen der B 777X

  • Interior

    Die Kabine bietet ein angenehmeres Licht und größere Gepäckfächer als heutige Flieger. Der breitere Kabinendurchmesser erlaubt entweder mehr Platz für Passagiere oder einen Sitz mehr je Reihe. Das bringt Fluglinien höhere Einnahmen als bei den Konkurrenzmodellen Boeing 787 und Airbus A350.

  • Aerodynamik

    Trotz des ähnlichen Designs hat die B 777X im Vergleich zur heutigen B 777 einen glatteren Rumpf mit weniger hervorstehenden Teilen, die unerwünschte Luftwirbel verursachen. Der dadurch geringere Luftwiderstand sorgt im Flug für einen geringeren Spritverbrauch und bei der Landung für weniger Lärm.

  • Cockpit

    Die neue Cockpitelektronik sorgt für sparsameres und bei Stürmen ruhigeres Fliegen. Weil die Instrumente sehr denen des Boeing-Schwestermodells Dreamliner 787 ähneln, können die Piloten wie heute schon bei Airbus-Fliegern ohne eine große Umschulung zwischen den beiden Flugzeugen wechseln.

  • Triebwerk

    Die GE9X-Triebwerke von General Electric werden die größten Flugzeugmotoren der Welt sein. Sie verbrauchen 20 Prozent weniger als die der heutigen B 777, sind sie doch dank neuer Metalllegierungen und Verbundwerkstoffe leichter, erzeugen dank höherer Drücke sowie höherer Verbrennungstemperaturen mehr Schub.

  • Rumpf

    Die Heckflosse besteht zwar aus modernen Verbundwerkstoffen. Der Rumpf muss aber anders als bei Boeings Dreamliner 787 ohne das superleichte Material auskommen. Stattdessen setzt der Konzern auf Metalllegierungen, die den Jet zumindest etwas leichter als das Vorgängermodell B 777 machen.

  • Flügel

    Die Flügel sind dank Verbundwerkstoff leichter. Die „hyperkritisch“ genannte starke Biegung nach oben macht sie aerodynamischer. Damit die B 777X an Flughäfen leichter manövrieren kann, testet Boeing die Möglichkeit, die gut drei Meter langen Spitzen nach der Landung hochzuklappen.


Die Crew hatte eine nicht standardmäßige Landung angekündigt und war mehrmals zwischen dem Flughafen und der englischen Südküste gekreist - vermutlich, damit Techniker am Boden das Fahrwerk begutachten konnten. Augenzeugen berichteten, der Pilot habe versucht, das Fahrgestell aus dem Rumpf zu schütteln. Bilder zeigten, dass die Räder unter dem rechten Flügel sich nicht ausfahren ließen.

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Feuerwehr und Rettungskräfte hatten am Flughafen bereitgestanden. Ein Feuer war jedoch nicht zu sehen, Berichte über Verletzte gab es nicht. In Gatwick kam es in Folge der Notlandung zu Verspätungen. Im Jahr 1997 hatte schon einmal ein Pilot eine Airbus-Maschine von Virgin Atlantic mit nur drei von vier Fahrgestellen sicher in London gelandet, damals an Europas größtem Flughafen Heathrow.

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