Fast Food: Burger King attackiert Betriebsräte

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von Oliver Voß

Der Konflikt zwischen Burger King und Mitarbeitern der Restaurantkette eskaliert weiter. In mehreren Fällen versucht der Burgerbrater nun Betriebsräte zu kündigen.

Selten hatten die Betriebsräte bei Burger King so viel zu tun wie in den vergangenen Wochen. Nach dem Verkauf der letzten 91 firmeneigenen Restaurants an die Yi-Ko Holding in Stade hat der Yi-Ko-Miteigentümer und neue Chef der Burger King GmbH, Ergün Yildiz, einen radikalen Sparkurs eingeschlagen. Dabei gab es heftige Auseinandersetzungen um die Zahlung der Tariflöhne oder die Vergütung der Pausenzeiten. Nun geht Yildiz offenbar massiv gegen Betriebsräte vor.

Dazu hat er den bekannten Anwalt Helmut Naujoks engagiert, der auf die „Kündigung von Unkündbaren“, so der Titel eines Buches von Naujoks, spezialisiert ist. Gewerkschafter nennen den Anwalt daher „Betriebsratskiller“.

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In mindestens sieben Fällen gab es nun Kündigungen gegen Burger-King-Betriebsräte, unter anderem in Frankfurt, München, Augsburg, Bochum und Dortmund. „Die Kündigungen sind vollkommen unbegründet, da werden teils abenteuerliche Dinge konstruiert“, sagt Guido Zeitler, Referatsleiter Gastronomie bei der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG).

So soll ein Betriebsrat in Frankfurt, der nach NGG-Angaben seit zwei Jahren freigestellt war und auch nicht in Dienstplänen eingeteilt wurde wegen nicht geleisteter Arbeit 48.000 Euro zurückzahlen. Einem Kollegen wird ein angeblicher Diebstahl aus dem September 2011 vorgeworfen. Yildiz äußerte sich auf Anfrage nicht.

In Dortmund ließ sich eine Burger-King-Mitarbeiterin vom Arzt eines Betriebsrates testweise krank schreiben und behauptet nun, der Arbeitnehmervertreter hätte seine Krankmeldung ebenfalls erschlichen. Am Freitag soll der Fall vor dem Arbeitsgericht Dortmund verhandelt werden, weitere Gerichtstermine stehen in den kommenden Wochen an.

Zuletzt hatte Burger King allerdings diverse Termine verschieben lassen, unter anderem wegen angeblicher außergerichtlicher Einigungsgespräche. „Komischerweise wussten davon jedoch weder der Betroffene, die Gewerkschaft oder ich“, sagt der Anwalt des Burger-King-Betriebsrats Marc Hessling.

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