Fastfood-Kette: Burger Kings unappetitliches Geschäftsgebaren

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Fastfood-Kette: Burger Kings unappetitliches Geschäftsgebaren

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Noch macht Burger King ordentlich Geschäft, die Frage ist, wie lange noch.

von Oliver Voß und Stephan Happel

Nach einer RTL-Reportage steht Burger King unter Beschuss. Die Journalisten berichten über unhygienische Zustände und Sozial-Dumping. Wirtschaftlich geht die unappetitliche Strategie jedoch auf – die Frage ist, wie lang.

Bei dieser Reportage vergeht der Appetit. Für RTL hat ein Reporter-Team unter Leitung von  Günther Wallraff verdeckt in mehreren Restaurants der Fastfood-Kette Burger King recherchiert. Die Ergebnisse schockten manchen Zuschauer: Die Mitarbeiter stehen offenbar unter hohem Druck und die Hygiene ist mangelhaft, auch wenn anscheinend nicht einmal die Lebensmittelkontrolleure etwas dagegen ausrichten können.

Natürlich wird in der Reportage stark zugespitzt. Ekelaufnahmen mit dramatischer Musik wirken schließlich gleich doppelt drastisch: eine klassische RTL-Masche. Doch die Vorwürfe sind nicht aus der Luft gegriffen. Seit auch das letzte der 91 firmeneigenen Restaurants im vergangenen Jahr an die Yi-Ko Holding in Stade verkauft wurde, steht die Burger King GmbH permanent in der Kritik. Yi-Ko-Miteigentümer und Burger-King-Chef Ergün Yildiz hat einen radikalen Sparkurs eingeschlagen. Zahlreiche Mitarbeiter mussten gehen, viele Filialen müssen mit weniger Personal auskommen. 

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Burger Quelle: PR

Immer wieder geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, weil Löhne oder Zuschläge gar nicht oder verspätet gezahlt wurden. Auch die WirtschaftsWoche berichtete wiederholt kritisch über die Zustände bei dem Burgerbrater. Im Wettkampf mit McDonald´s und neuen lokalen Konkurrenten versucht Burger King die Kosten zu drücken. Die Folgen bekommt der Kunde zu schmecken.

Dass die Strategie auf Kosten der Kunden geht, hat die WirtschaftsWoche bereits im vergangenen Sommer aus erster Hand erfahren. Angestellte übten massive Kritik an ihrem Arbeitgeber, sprachen von Kostenschinderei. "Die Wartezeiten sind länger, und die Beschwerden häufen sich", sagte etwa Burger-King-Mitarbeiterin Dilek Korkmaz (Name geändert). "Wir kommen auch kaum noch zum Saubermachen."

Dass es um die Hygiene in Burger-King-Restaurants schlecht bestellt ist, hat auch die RTL-Recherche ergeben. In den Proben, die in einer Ratinger Filiale entnommen worden waren, fanden Lebensmittelkontrolleure Darmbakterien. Und zwar so viele, dass sie schon gar nicht mehr zu beziffern waren.

Um die strengen Vorschriften der Lebensmittelkontrolle zu umgehen, ließ sich Burger King allerhand einfallen, wie die TV-Doku zeigte. So wurden die Lebensmittel laut RTL kurzerhand umetikettiert, um sie länger im Umlauf zu lassen. Statt der erlaubten vier, blieb der Salat dann schonmal acht Stunden bei Raumtemperatur auf der Theke liegen. Zwischen den Brötchen den Kunden landeten so Lebensmittel, die laut Vorschrift nicht mehr hätten verwendet werden dürfen.

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