Fastfood-Markt: Noch höhere Gewinne sind für McDonalds unmöglich

ThemaGastronomie

KommentarFastfood-Markt: Noch höhere Gewinne sind für McDonalds unmöglich

von Martin Seiwert

McDonalds konnte seinen Umsatz im dritten Quartal um 2,4 Prozent steigern. Auch die Aktie steht gut da. Wirklich begeistert ist die Wall Street trotzdem nicht über die Performance des Fastfood-Riesen.

Die Akte verlor fast zwei Prozent, als die weltgrößte Restaurantkette am Montag ihre Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichte. Der Umsatz stieg um 2,4 Prozent auf 7,32 Milliarden Dollar. 23 befragte Analysten hatten durchschnittlich 7,33 Milliarden erwartet. Beim Gewinn konnte Konzernchef Donald Thompson die Erwartungen der Analysten leicht übertreffen. Mit einem Nettogewinn von 1,51 Dollar hatten sie gerechnet, Thompson präsentierte 1,52 Dollar – immerhin ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 4,6 Prozent.

Der Gewinnanstieg lässt es schon erahnen: McDonalds hat weniger ein Problem mit der eigenen Leistung, als mit den hohen Erwartungen von Analysten und Öffentlichkeit. Nach einem eigentlich formidablen, konstanten Anstieg der Aktie in den vergangenen Jahren – in diesem Jahr knackte sie vorübergehend die 100-Dollar-Marke, vor fünf Jahren waren die Papiere nur die Hälfte wert – wird die Luft für McDonald's nun dünner. Im hoch kompetitiven Fastfood-Markt Umsätze und Gewinne immer weiter nach oben zu schrauben, ist schwer. Manche Experten sagen: Unmöglich.

Anzeige

Das sind die fünf beliebtesten Fast Food Marken

  • Platz 5

    McDonald's

    2 Punkte

  • Platz 4

    Subway

    18 Punkte

  • Platz 3

    Starbucks

    26 Punkte

  • Platz 2

    McCafé

    30 Punkte

  • Platz 1

    Nordsee

    60 Punkte

Analysten von Goldman Sachs etwa sehen McDonald's inzwischen auf dem absteigenden Ast. Für eine Studie der Investmentbanker wurden 2000 McDonald's-Kunden befragt. Goldman-Analyst Michael Kelter: „Es gab keine großen Innovationen in den vergangenen Jahren, das Unternehmen ist in der Werbung weniger präsent und die Konsumenten sind weniger geneigt, McDonalds Freunden und Familie zu empfehlen.“ Die Goldman-Sachs-Studie vergleicht 23 Fastfood-Ketten und sieht McDonalds bei der Produktqualität und der Bereitschaft der Kunden mehr zu bezahlen, als derzeit am McDonalds-Tresen verlangt wird, auf dem letzten Platz.

weitere Artikel

Vor allem die ständig steigenden Zahl von Produktvarianten und die Aufnahme von gesünderen Produkten wie etwa Salaten haben Experten als Problem von McDonald's ausgemacht. Je größer die Produktvielfalt, um so länger dauert es die Kunden zu bedienen, um so höher sind die Kosten für Waren und Personal. Dabei kämpft McDonald's mit den neuen Produkten an seiner, neben Börse und Analysten, zweiten Front: der öffentlichen Wahrnehmung. McDonald's zieht als Wegbereiter und Marktführer im Bereich Fastfood sämtliche Kritik am schnellen Essen auf sich, wird für die inzwischen häufigste Todesursache der Welt – die Fettleibigkeit – maßgeblich verantwortlich gemacht.

Wenn McDonald's nun gesündere Produkte in seine Produktpalette aufnimmt, geht es um mehr, als nur das eigene Bild aufzupolieren. Es geht um einen echten Schwenk, mit dem der Konzern seine ärgsten Kritiker Lügen strafen will. McDonald's hat hochwertige Kaffeegetränke auf die Speisekarte gesetzt, recht ansehnliche McCafé-Ecken in vielen Restaurants eingerichtet und damit sogar Starbucks das Fürchten gelehrt – ein Erfolg, den viele McDonalds nicht zugetraut haben. Analysten und Anleger sollten etwas geduldiger sein mit der „Salat-mit-Balsamico-statt-Pommes-mit-Ketchup-Strategie“. Sie macht den Weg derzeit etwas steiniger, sie könnte aber verhindern, dass Fettleibigkeits-Sondersteuern Unternehmen wie McDonalds irgendwann aus dem Markt drängen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%