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Fastfood: McDonald's Imagewandel kommt an

von Ina Karabasz

McDonald's scheint sich vom Image des Verbreiter minderwertigen Essens gelöst zu haben. Das bringt neue Kunden: Eine Milliarde Gäste besuchten vergangenes Jahr eine den Burgerbrater und bescherten dem Fastfood-Anbieter ein Umsatzplus von 5,9 Prozent. 

Big-Mac-Index 2012: Wo der Burger und das Leben teuer ist
Er ist ein Sinnbild für den Niedergang kulinarischer Sitten, für Globalisierung, für die Amerikanisierung aller Lebensbereiche: Der Big Mac der US-Amerikanischen Fast-Food-Kette McDonald's. Das britische Wirtschaftsmagazin "The Economist" bedient sich dieses Hamburgers um die weltweiten Kaufkraftunterschiede nachzuzeichnen - im Big-Mac-Index.

Weil McDonald’s mit 32.000 Restaurants in über 115 Ländern vertreten ist, gibt es fast überall Big Macs. Und da die beliebten Hamburger der Fast-Food-Kette durch strenge Franchise-Verträge fast überall auf der Welt gleich aufgebaut sind, bieten sie durch die unterschiedlichen Thekenpreise in den verschiedenen Ländern eine gute Grundlage um die Kaufkraftunterschiede der Staaten zu vergleichen.  

Ein Beispiel: Die McDonald’s-Kunden in Pakistan müssen für ihren Big Mac weniger bezahlen, als in den USA. Also ist die Kaufkraft des Dollars in Pakistan höher als die Kaufkraft des US-Dollars in den USA selbst. Da der Preis des Big Macs in Dollar umgerechnet in Pakistan niedriger ist, können Kunden dort grundsätzlich also mehr Hamburger kaufen.

Das britische Wirtschaftsmagazin "The Economist“ stellte 1986 zum ersten Mal den Big-Mac-Index auf. Laut dem aktuellen Index beträgt der Preis des Hamburgers in den USA durchschnittlich 4,20 Dollar, also 3,3 Euro (Stand: 11. Januar). Ein Überblick, wie sich die Big-Mac-Preise in anderen Staaten vom McDonald’s-Heimatmarkt unterscheiden.

Quelle: dpa

Gleich zwei gute Nachrichten an einem Tag ließen das goldene M von McDonald's aufleuchten: Der Fastfood-Riese wird künftig auf Schweine aus Boxenhaltung verzichten und hat in Deutschland vergangenes Jahr 5,9 Prozent mehr Burger, Pommes & Co. abgesetzt.

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Kalorien zählen mit McDonald's

Die Umsätze seien 2011 auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen, so das Unternehmen. Sie sehen ihre Strategie bestätigt. Um dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung Rechnung zu tragen, hat der US-Konzern in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Produkte auf dem Markt gebracht, die auch kalorienbewussten Verbraucher in die Schnell-Restaurants ziehen sollen. Dazu zählen Salate, aber auch Wraps, die zwischenzeitlich von den Kandidatinnen von „Germanys Next Topmodel“ beworben wurden. Ein McWrap Classic Beef hat pro Portion 525 Kalorien. Ein BigMac kommt auf 495.

Heidi Klum Quelle: dpa
Eines der Gesichter von McDonalds: Mit Prominenten wir Heidi Klum und Sternekoch Alfons Schuhbeck versucht der Konzern sein Image aufzupolieren - erfolgreich. Quelle: dpa

Image mit menschlichem Gesicht

Auch sonst versucht der Konzern weiterhin sein Image als Verteiler minderwertigen Essen zu ändern. Dazu wurden verschiedene Aktionen ins Leben gerufen:  So gibt es eine neue „Prime Chicken Linie.“ Die Burger dieser Reihe sollen eine Alternative zum sonstigen Rinderhackfleisch bieten und bestehen nicht wie die sonstigen Geflügel-Angebote aus gepresstem Hühnerfleisch, sondern gewachsener Hühnerbrust. 

Um dem neuen Image auch menschliche Gesichter zu geben, wirbt McDonald's mit dem Koch Alfons Schuhbeck und Kunden, die bei einem Wettbewerb ihren eigenen Burger kreieren durften, die später auch in den Läden erhältlich waren. Der Ansturm war groß: 116.000 Kreationen wurden eingereicht, 1,5 Millionen Personen stimmten ab, welcher der Frikadellen-Brötchen es in die Läden schafft.

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