Fifa: Zwischen Korruption und Reformversuchen

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Fifa: Zwischen Korruption und Reformversuchen

Sepp Blatter will die Fifa in ein besseres Licht rücken. Reformen und eine Task Force sollen es richten, heißt es auf der Pressekonferenz. Ein Bild von dort dürfte der Fifa gar nicht gefallen: der Geldregen für Blatter.

So hatte sich Joseph Blatter den Beginn seiner Pressekonferenz nicht vorgestellt. Ein Anti-Fifa-Aktivist sorgte mit einem Bündel Geldscheine für Erheiterung oder Irritation - das kam auf den Standpunkt an. Der Komiker aus Großbritannien verstreute Dollarscheine in Richtung des Fifa-Präsidenten und wurde danach vom Sicherheitsdienst abgeführt.

„Das hat nichts mit Fußball zu tun“, sagte Blatter. Nun müsse erst einmal saubergemacht werden, kündigte der 79-Jährige an. Die Pressekonferenz nach der Sitzung des Exekutivkomitees begann deshalb mit Verspätung. Der Weltverband war nach der Festnahme von sieben Fußball-Funktionären Ende Mai in Zürich wegen des Verdachts des organisierten Verbrechens, Überweisungsbetrugs und verschwörerischer Geldwäsche in schwere Turbulenzen geraten.

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Das sollen Reformen und eine Task Force jetzt wieder gerade biegen: Eine Kommission mit einer unabhängigen Persönlichkeit an der Spitze soll die Reformen beim korruptionsgeschädigten Fußball-Weltverband Fifa überwachen und leiten. Das teilte Fifa-Präsident Joseph Blatter am Montag in Zürich mit. Dafür werde die Task Force „Reformen“ mit jeweils zwei Vertretern der Verbände aus Asien, Afrika, Europa und Nord- und Mittelamerika sowie je einem Repräsentanten aus Südamerika und Ozeanien gegründet. „Es sind zehn Spieler und ein Trainer, eine unabhängige Person“, so Blatter. Sein Nachfolger soll am 26. Februar 2016 bei einem außerordentlichen Kongress gewählt werden. Bis dahin bleibt der Schweizer im Amt.


Eine erneute Kandidatur als Chef des Fußball-Weltverbandes schloss er aus: „Am 26. Februar wird die Fifa einen neuen Präsidenten haben“, sagte der 79 Jahre alte Schweizer. „Ich denke, ich werde zu meiner Arbeit, meinem Hobby zurückkehren, als Journalist. Dieses Mal wird es das Radio sein. Das Radio ist das populärste Medium, man kann 24 Stunden Radio hören. Es ist einfacher zu sprechen als zu schreiben“, sagte Blatter.

Schon vor der Bekanntgabe des neuen Wahltermins hatte es zahlreiche Spekulationen um mögliche Kandidaten gegeben.

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Uefa-Chef Michel Platini eine große Unterstützung für eine eventuelle Kandidatur bei der Wahl des Nachfolgers von Fifa-Präsident Joseph Blatter am 26. Februar sicher. Der Franzose soll von zahlreichen Nationen um eine Kandidatur gebeten worden sein. „Stand heute sind die Aussichten gut, dass man Mehrheiten bekommt, die letztendlich auch ausschlaggebend sind für die Wahl eines Kandidaten“, sagte Niersbach. „Das ist der größte Unterschied der letzten Wochen im Vergleich zum Kongress Ende Mai.“

Für den Fall einer Bewerbung des Franzosen wird DFB-Chef Wolfgang Niersbach als möglicher neuer Uefa-Präsident gehandelt. „Wenn Platini sich erklären sollte, wissen wir immer noch nicht, ob er auch gewählt wird“, betonte Niersbach. Wie es bei der Uefa weitergehe, könne bei einer Vollversammlung der europäischen Verbände im September in Malta diskutiert werden, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes.

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