Flugbranche: Ticketpreise bei Billigfliegern schießen in die Höhe

Flugbranche: Ticketpreise bei Billigfliegern schießen in die Höhe

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Längst nicht mehr so günstig wie noch vor einigen Jahren: Air Berlin hat wie viele andere Billigflieger die Preise angehoben.

Reisen mit Billigfliegern ist deutlich teurer geworden. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrums hervor. Besonders kostspielig ist demnach der Flug mit Air Berlin.

Preissprung bei den Billigfliegern. Air Berlin, Ryanair und Co sind längst nicht mehr so preiswert, wie sie es mal waren. Das belegt eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Für den halbjährlichen „Low Cost Monitor“ haben die Forscher Verbindungen von 19 Fluggesellschaften untersucht, die mit Billigfliegern Passagiere aus Deutschland in die Welt bringen. Die Streckenauswahl entspricht laut DLR einer repräsentativen Stichprobe von rund zehn Prozent.

Das Ergebnis ist eindeutig: Das Reisen mit vermeintlichen Billigfliegen ist deutlich teurer geworden. Je nach Anbieter lagen die über alle Strecken und Buchungszeiten erfassten Durchschnittspreise zwischen 70 und 160 Euro brutto. Günstigster Anbieter war mit einem durchschnittlichen Ticketpreis von 69,99 Euro die Airline Wizz, vor Ryanair (78,78 Euro) und Easyjet (97,44 Euro). Mit einem durchschnittlichen Preis von 158,64 Euro war Air Berlin der teuerste unter den Billigfliegern.
Der Preisabstand zu herkömmlichen Flugtickets ist damit im Vergleich zum Vorjahr erneut geschrumpft. Im Frühjahr 2013 hatte das DLR noch durchschnittliche Preise von 60 und 120 Euro ermittelt.

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Normalisierung nach Preisschlacht
In den vergangenen fünf Jahren sind die billigen Tickets laut Branchenkennern um mindestens ein Viertel teurer geworden. Steigende Spritkosten und hohe Gebühren für Flughäfen und Überflüge machen den Fluglinien zu schaffen. Die Kosten geben sie an die Passagiere weiter. Ein Preiskampf, wie er noch vor wenigen Jahren tobte, würde sie mittelfristig in den Ruin treiben.

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Ein weiterer Grund für die teureren Billigtickets: Auf vielen Strecken machen sich die Anbieter keine Konkurrenz. 466 Strecken wurden im Studien-Zeitraum in und ab Deutschland von Billigfliegern bedient. 431 davon aber nur von einer einzigen Linie. Der Mangel an Wettbewerb erlaubt höhere Preise.
Das Interesse an Billigflügen ist weiterhin groß. 2013 nutzten in Deutschland über 65 Millionen Passagiere Billigflieger – ein Anteil von gut 32 Prozent am Gesamtmarkt. Rund 4.000 Billigflieger starten jede Woche in Deutschland. Mit wöchentlich 1.736 Starts ist Air Berlin der mit Abstand größte Anbieter, gefolgt von Germanwings mit 1.193 und Ryanair mit 368 Flügen.

Eine gute Nachricht für Sparer haben die Forscher des DLR übrigens dennoch: Die Preise werden offenbar transparenter. Früher wurden bei er Buchung häufig nur die Nettopreise angezeigt und Gebühren, Steuern und Zuschläge erst später draufgeschlagen. „Dies hat sich in jüngerer Zeit verändert und es werden verstärkt nur noch Endpreise ausgewiesen“, heißt es in der Studie. Böse Überraschungen werden für die Reisenden also seltener.

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