Fluggesellschaft Emirates: Antinori: "Wir beschleunigen immer stärker"

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InterviewFluggesellschaft Emirates: Antinori: "Wir beschleunigen immer stärker"

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Thierry Antinori ist bei Emirates Vorstand für Vertrieb, Marketing, das Touristikgeschäft und die Fracht.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Emirates-Vorstand Thierry Antinori spricht über das Wachstum der Fluglinie, den neuen Flughafen in Dubai und warum sich Deutschland selbst schadet, wenn es die Airline aus den Emiraten nicht in mehr Orten landen lässt.

Herr Antinori, Sie sind nach einer langen Karriere bei europäischen Fluglinien seit gut zwei Jahren bei Emirates. Was war Ihre größte Umstellung?

Die Schnelligkeit, in der sich das Unternehmen wandelt und vor allem das starke Wachstum.

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Zur Person

  • Thierry Antinori

    Antinori, 51, ist seit Ende 2011 bei Emirates und arbeitet als Vorstand für Vertrieb, Marketing, das Touristikgeschäft und die Fracht. Davor war der gebürtige Franzose lange Jahre bei Air France und Lufthansa, wo er zuletzt im Vorstand des Fluggeschäfts saß. Er gilt als einer der Favoriten für die Nachfolge des gegenwärtigen Konzernchefs Tim Clark.

Aber Lufthansa ist zu Ihrer Zeit dort auch stark gewachsen.

Aber bei Emirates habe ich den Eindruck, wir beschleunigen immer stärker. Wir haben heute mit aktuell deutlich mehr als 40 Millionen Passagieren eine Größe, die wir eigentlich erst in zwei Jahren erreichen wollten. Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten 24 neue Flugzeuge bekommen, darunter 14 Superjumbos Airbus A380, haben neun neue Flugziele und 7154 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter 970 aus Europa. Und zu guter Letzt konnten wir unseren Markenwert um rund ein Drittel weiter steigern.

Bekommt Ihr Wachstum einen Dämpfer in diesem Jahr, wenn an Ihrem Hauptflughafen Dubai von Mai bis Juli eine Landebahn wegen Renovierung geschlossen wird?

Nein. Wir werden keine Strecke stilllegen, nur ein paar von ihnen etwas weniger oft fliegen und ein paar ältere Flugzeuge am Boden lassen. Weil es danach wie gewohnt weitergeht, werden wir auch in diesem Jahr deutlich wachsen.

Was ist denn Ihr nächstes Ziel?

Im Jahr 2020 werden wir 260 bis 270 Maschinen haben, davon mehr als 90 A380, und 70 Millionen Passagiere befördern. Wachsen werden wir dabei vor allem in Afrika, Asien und den USA.

Und wo werden Sie all die A380 einsetzen?

Überall. Wir werden in London nach bisher fünf Maschinen im Flughafen Heathrow bald auch eine im Flughafen Gatwick einsetzen. Und auch in den USA werden wir sicher bald mehr als unsere heute drei A380 sehen.

Müssen Sie bei dem Tempo nicht bald vom überlasteten heutigen Flughafen in Dubai zum neuen Al Maktoum International Airport?

Nein, vorläufig nicht. Bislang werden nur unsere reinen Frachtflugzeuge dort starten und landen. Unser Passagierverkehr aber nicht. Den können wir nicht aufteilen ohne unseren Umsteigeverkehr zu erschweren.

Wann ziehen Sie denn komplett um?

Das kann ich Ihnen nicht sagen. Das entscheidet unser Eigentümer, die Regierung von Dubai.

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