Flughafen BER: Bereichsleiter gibt Schmiergeld-Erhalt zu

Flughafen BER: Bereichsleiter gibt Schmiergeld-Erhalt zu

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Der Hauptstadtflughafen BER.

Ein Ex-Bereichsleiter des Hauptstadtflughafens BER hat vor Gericht zugegeben, dass er Bestechungsgeld in Höhe von 150.000 Euro angenommen hat. Auf der Anklagebank sitzen zwei weitere Mitarbeiter.

Ein angeklagter Ex-Prokurist der Flughafengesellschaft des Hauptstadtairports BER hat vor Gericht zugegeben, von einem früheren Mitarbeiter einer Auftragsfirma Bestechungsgeld entgegengenommen zu haben. „Ich habe 150.000 Euro zu Unrecht erhalten. Es war falsch“, sagte der 48-Jährige am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Cottbus.

Mit ihm auf der Anklagebank sitzen zwei Mitarbeiter der inzwischen insolventen Bauausrüsterfirma Imtech Deutschland, darunter der damalige Vorsitzende der Geschäftsleitung. Sie wollten sich laut Ankündigung ihrer Anwälte zu den Anklagevorwürfen im Prozessverlauf ebenfalls äußern.

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Die Staatsanwaltschaft Neuruppin wirft dem ehemaligen Bereichsleiter der Flughafengesellschaft FBB vor, Ende 2012 das Schmiergeld angenommen zu haben. Im Gegenzug soll er sich innerhalb der FBB dafür eingesetzt haben, dass Nachtragsforderungen in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro ungeprüft überwiesen wurden. Empfänger des Geldes waren die Firma und eine Arbeitsgemeinschaft, an der sie beteiligt war.

BER Ein Lehrstück des Versagens

Der neue Hauptstadt-Flughafen sollte 2012 eröffnen. Nun wird es 2017. Oder 2018. Oder 2019. Eigentlich auch egal. Für die Massen, die nach Berlin kommen, wird er ohnehin zu klein sein. Wie konnte das nur alles passieren?

Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) Quelle: dpa

Imtech hatte der Flughafengesellschaft zufolge auf dem BER-Gelände zwei Aufträge. Das Unternehmen arbeitete demnach unter anderem an der Installation von Anlagen in den Bereichen Brandschutz, Sanitär, Lüftung, Klima und Heizung mit. Zudem sei es in einem weiteren Auftrag um die Lieferung und Montage von Starkstromanlagen gegangen.

Die Firma meldete 2015 – wie ihre Muttergesellschaft in den Niederlanden – allerdings Insolvenz an. Das zog nach FBB-Angaben Verzögerungen im BER-Bauablauf nach sich. Eine Firma, die Rechtsnachfolger der Imtech Deutschland ist, führt den Starkstromanlagen-Auftrag demnach weiter. Parallel läuft das Imtech-Insolvenzverfahren.

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