Flughafen Berlin: Bei Flughafenbau soll betrogen worden sein

Flughafen Berlin: Bei Flughafenbau soll betrogen worden sein

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Der Flughafen Berlin prüft Nachzahlungen an am Bau des BER beteiligte Firmen.

Haben die am Bau des Berliner Flughafen beteiligten Firmen zu viel Geld für ihre Leistungen erhalten? Die Berliner Flughafengesellschaft will nachträgliche Zahlungen an mehrere Unternehmen noch einmal überprüfen.

Die Berliner Flughafengesellschaft will nachträgliche Zahlungen an mehrere Unternehmen am Bau des Großflughafens BER noch einmal überprüfen. Ziel sei es auszuschließen, dass die Firmen, darunter Siemens, Bosch und die Telekom -Tochter T-Systems, zu viel Geld für ihre Leistungen erhalten hätten, sagte ein Sprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH am Sonntag. Zu den Gründen für die Überprüfung wollte er sich nicht äußern.

Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, Flughafen-Juristen hielten die hohen Auszahlungsquoten für die nachträglichen Rechnungen für verdächtig. So sei eine Nachforderung von Siemens über 22,9 Millionen Euro zu 96 Prozent bezahlt worden, eine Rechnung von T-Systems zu 99 Prozent.

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Siemens wollte den konkreten Fall nicht kommentieren. Der Konzern habe ein umfangreiches Kontrollsystem eingerichtet. "Wenn es Hinweise auf mutmaßliche Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien gibt, gehen wir diesen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, konsequent nach", teilte der Konzern mit. Ein Bosch-Sprecher erklärte, zu Projekt- und Vertragsdetails könne er keine Angaben machen. T-Systems lehnte eine Stellungnahme zunächst ebenfalls ab.

Der Bau des Berliner Flughafens wird immer wieder von Skandalen erschüttert. Die Eröffnung verzögert sich nun schon um mehrere Jahre, vor allem wegen Problemen mit der Brandschutzanlage. An deren Bau ist maßgeblich der niederländische Imtech-Konzern beteiligt, der inzwischen pleite ist. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt zudem gegen zwei ehemalige Imtech-Mitarbeiter und einem früheren Flughafen-Mitarbeiter wegen Bestechung.

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