Flughafen Berlin: Die größten Airport-Pannen
Bei jedem größeren Neubau gibt es Probleme. Doch bei keinem Projekt haben Pannen eine so große Wirkung wie bei Flughäfen. Denn hier lassen selbst kleine Schwierigkeiten gleich mehrere tausend Menschen stranden, die statt nach Hause zu reisen nun fern der Heimat ohne Gepäck auf Fußböden schlafen. Zwar zeigen Flughäfen wie München, dass Umzüge oder Neubauten mit der richtigen Vorbereitung reibungslos verlaufen können. Dort klappte bereits der Umzug vom alten Landplatz in Riem ins Erdinger Moos im Jahr 1992 so problemlos, dass die Bayern aus der Umzugsberatung inzwischen ein lukratives Geschäft gemacht haben. Doch auch wenn viele Airports die Bayern engagieren. Doch nicht alle hören auf sie und wissen es besser – und haben dann wie London-Heathrow mit seinem Terminal 5 oder Bangkok Probleme.
London Heathrow
Das neue Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow gilt seit 2008 als Symbol für eine verkorkste Airporteröffnung. Der Neubau rangierte wochenlang am Rande des Kollaps – mit Tausenden gestrandeten Passagieren und Zigtausend verlorenen Koffern. Beim Terminal 5 in London-Heathrow etwa wollte Projektchef Bullock zeigen, wie schnell ein Investment von umgerechnet fünf Milliarden Euro Geld abwerfen kann und sparte sich in der Vorbereitung Teile der teuren Tests. Darum kamen die Beschäftigten zu spät zu ihren Arbeitsplätzen. Heathrow steht für eine der größten Blamagen Großbritanniens mit mindestens 30 Millionen Euro Mehrkosten. Der Flughafenchef verlor seinen Job.