Fluglinie: Höhere Preise bescheren Ryanair Gewinne

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Fluglinie: Höhere Preise bescheren Ryanair Gewinne

Die Billiglinie Ryanair konnte dank der höheren Ticketpreise ihre Gewinnprognose für das Jahr 2012 anheben. Die Lufthansa - zumindest ihre Aktie - schwächelt dagegen.

Der irische Billigflieger Ryanair hat dank eines starken Sommergeschäfts und höherer Ticketpreise die Gewinnprognose angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 bis Ende März erwartet der Lufthansa-Konkurrent nun einen Nettogewinn zwischen 490 und 520 Millionen Euro, wie Ryanair am Montag in Dublin mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von 400 bis 440 Millionen Euro ausgegangen. Zu dem optimistischeren Ausblick trug auch bei, dass Ryanair weniger für Treibstoff ausgeben musste als vorhergesagt.

Ungeachtet der Eurokrise und der Konjunkturflaute in Europa setzte Ryanair im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres im Jahresvergleich eine Preiserhöhung von durchschnittlich sechs Prozent pro Ticket durch. Die Zahl der Passagiere stieg um sieben Prozent auf 48 Millionen. Der Nettogewinn legte um ein Zehntel auf 596 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

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Lufthansa schwächelt

Auf die Lufthansa-Aktien färbte der positiv aufgenommene Quartalsbericht von Ryanair nur kurzzeitig ab. Die im Dax gelisteten Papiere notierten in der ersten Handelsstunde zunächst bis zu 1,1 Prozent fester, verloren dann aber 0,7 Prozent. "Hier überwiegen heute Gewinnmitnahmen", sagte ein Börsianer. Die Aktien haben seit vergangenen Montag mehr als 13 Prozent zugelegt. Zudem sorgten auch die Spekulationen über eine stärkere Zusammenarbeit der Lufthansa mit Turkish Airlines für Verunsicherung, erklärte der Börsianer. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte am Samstag vor Mitgliedern der Regierungspartei AK gesagt, er stimme mit einem Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel überein, eine "gemeinsame Verwaltung" der beiden Konzerne aufzubauen. Es blieb zunächst aber unklar, was genau der Regierungschef mit seinen Äußerungen meinte.

Abschaffung von Last-Minute-Angeboten

Weitere Artikel

Eine Nachricht für Kunden aller Fluglinien verkündete der designierte Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, am Wochenende. Er kündigte das Ende der Last-Minute-Reisen an: Klassische Last-Minute-Reisen, die man drei oder vier Wochen vor Abflug buchen könne, werde es bald nicht mehr geben. "Heute werden die Preise tagesaktuell gestaltet, es gibt also keinen festen Zeitpunkt, wann Buchungen am günstigsten sind." Des Weiteren forderte er die Abschaffung der Luftverkehrssteuer. "Die macht den Urlaub für uns Deutsche unnötig teuer", sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag". Wer heute einen Langstreckenflug buche, zahle pro Strecke 42,18 Euro, bei kurzen Flügen seien es 7,50 Euro. Im vergangenen Jahr kostete Flugreisende die Steuer 961 Millionen Euro.

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