Fluglinien: Lufthansa verkauft britische Tochter

Fluglinien: Lufthansa verkauft britische Tochter

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Lufthansa wird ungeliebte Tochter los.

Die British Midland International (BMI) bereitet der Lufthansa schon länger Kopfzerbrechen. Die Tochter brachte überwiegend Verluste. Jetzt ist ein Käufer gefunden.

Ab 2012 gehört die BMI zum Mutterkonzern der British Airways. Erst 2009 hat Lufthansa die BMI - aufgrund einer alten Vereinbarung mit dem Eigentümer Michael Bishop - vollständig aufgekauft. Der ungewollte Familienzuwachs sollte möglichst schnell wieder abgestoßen werden, doch das deutsche Unternehmen fand damals keinen passenden Käufer.

Jetzt geht der Regionalflieger mit Sitz im britischen Castle Donington an die Muttergesellschaft der British Airways – der International Consolidated Airlines Group (IAG). IAG und Lufthansa haben bereits eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, teilten die Lufthansa am Freitag in Frankfurt am Main mit. Der Kaufvertrag solle in den kommenden Wochen unterzeichnet werden.

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Einen Kaufpreis haben beide Unternehmen noch nicht kommuniziert. Bekannt ist nur, dass das Geschäft im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden soll. Am heutigen Freitag soll der Verkauf zusammen mit den Quartalszahlen veröffentlicht werden.

Mehr Macht für IAG

Die Übernahme von BMI vergrößert die Marktmacht der IAG, was kartellrechtlich nicht unkritisch sein dürfte. Rund neun Prozent mehr Flugbewegungen bringt die Übernahme ein. Allein am Londoner Flughafen Heathrow würden mehr als die Hälfte der Starts und Landungen auf die British Airways-Mutter entfallen. Die Quartalsgewinne des Unternehmens könnten laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg um rund 30 Prozent steigen. Das würde dem angeschlagenen Konzern gut tun.

Das operative Ergebnis der IAG ist im dritten Quartal von 528 Millionen Euro im Vorjahr auf 363 Millionen Euro eingebrochen. Analysten hatten zwar mit einem Absturz gerechnet, allerdings lagen deren Schätzungen bei einem Ergebnis von rund 424 Millionen. IAG-Chef Willie Walsh begründete die Verluste mit den enorm hohen Kerosinpreisen. Seit Januar dieses Jahres ist der Preis pro Liter um 25 Prozent gestiegen. "Die größte Herausforderung für 2012 wird sein, die gestiegenen Spritpreise auszugleichen und uns gegen eine mögliche sinkende Nachfrage abzusichern", sagte Walsh.


Dabei soll die BMI helfen. John Strickland, Luftfahrtexperte beim Londoner Beratungsunternehmen JLS Consulting, nannte den Kauf gegenüber Bloomberg eine einmalige Chance für British Airways. "Das gibt British Airways Raum um zu wachsen - sowohl kurz als auch mittelfristig."

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