Flugzeughersteller: Boeing muss mehr als 1000 Maschinen prüfen lassen

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Flugzeughersteller: Boeing muss mehr als 1000 Maschinen prüfen lassen

Auf Anordnung der Flugaufsicht FAA muss der US-Flugzeughersteller mehr als 1000 seiner 737er-Maschinen überprüfen lassen. Grund dafür sind offenbar defekte Teile am Heck der Flugzeuge. Am Samstag war eine Boeing 737 aus bislang ungeklärter Ursache unmittelbar vor der Landung auf der indonesischen Ferieninsel Bali über dem Meer abgestürzt.

Betroffen sind in den USA registrierte Flugzeuge im Dienst verschiedener US-Fluggesellschaften, wie die Aufsicht in der Nacht zum Montag mitteile. Die möglichweise fehlerhaften Teile am Heck könnten dazu führen, dass der Pilot die Kontrolle über das Flugzeug verlöre. Die Anordnung werde Kosten in Höhe von rund 10,1 Millionen Dollar nach sich ziehen. Boeing war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Am Samstag war eine Boeing 737 aus bislang ungeklärter Ursache unmittelbar vor der Landung auf der indonesischen Ferieninsel Bali über dem Meer abgestürzt. Die 108 Insassen konnten lebend gerettet werden. Einige Luftfahrtexperten spekulierten über Scherwinde, die in den Tropen plötzlich starke abwärtsgerichtete Luftströmungen verursachen können. Andere meinten, der Pilot könnte übermüdet gewesen sein. Seit 2011 sind nach Berichten von Lokalmedien mindestens drei Piloten der Airline mit Aufputschmitteln festgenommen worden. „Die Polizei hat die Piloten auf Drogen und Alkohol getestet. Die Ergebnisse sind negativ“, sagte Bambang Ervan, Sprecher des Transportministeriums.

Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

  • Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

    Umsatz (in Millionen Euro):

    Airbus: 33.103
    Boeing: 27.931

    Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):

    Airbus: 584
    Boeing: 2.699

    Beschäftigte:

    Airbus: 55.000
    Boeing: 80.000

    Angaben für 2011

  • Auftragsbestand

    Flugzeuge:

    Airbus: 4.437
    Boeing: 3.371

    Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):

    Airbus: 495.513
    Boeing: 226.487

    Angaben für 2011

  • Bestellungen und Auslieferungen

    Bestellungen 2011:

    Airbus: 1.419
    Boeing: 805

    Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):

    Airbus: 384
    Boeing: 666

    Auslieferungen 2011:

    Airbus: 534
    Boeing: 477

Spezialisten stellten einen der beiden Flugschreiber sicher. Das Gerät, das die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, konnte noch nicht geborgen werden. Es befindet sich im Heck, das abgesunken ist. „Die Wellen werfen das Heck hin und her“, sagte Ervan. „Es könnte jederzeit vollständig sinken, das würde die Taucher gefährden.“ Schlepper zogen das Wrack am Sonntag vorsichtig näher ans Ufer. Es soll untersucht und dann in Einzelteile zerlegt und geborgen werden. Die Aussage der Piloten zum Unfallhergang wurde zunächst nicht veröffentlicht.

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