Passagierwachstum spült weniger Geld in Fraport-Kasse

Frankfurter Flughafen: Passagierwachstum spült weniger Geld in Fraport-Kasse

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Rhein-Main-Flughafen

Das Passagierwachstum am Frankfurter Flughafen beschert Betreiber Fraport einen Gewinnzuwachs von mehr als zwei Millionen. Damit wirken sich die steigenden Fahrgastzahlen jedoch deutlich geringer aus als zuletzt.

Das am Frankfurter Flughafen erwartete stärkere Passagierwachstum bringt dem Betreiber Fraport in diesem Jahr weniger Gewinnzuwachs ein als in den Vorjahren. Ein Prozent mehr Passagiere erhöhten den operativen Gewinn um etwa 2,25 Millionen Euro, erklärte Finanzvorstand Matthias Zieschang am Donnerstag.

Ein Grund dafür sind die Preisnachlässe, die Fraport den Fluggesellschaften für neue Interkontinentalflüge oder für einen Kundenzuwachs um mehr als drei Prozent anbietet. Bisher war das Verhältnis viel vorteilhafter für Fraport: Ein Passagierplus von einem Prozent brachte etwa zwölf Millionen Euro mehr Betriebsgewinn. Mit dem Runterfahren der Ermäßigungen in den kommenden Jahren werde sich die Daumenformel auch wieder hin zu mehr Gewinn verbessern.

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Die Rabatte hatten einen Streit mit dem Fraport-Hauptkunden Lufthansa ausgelöst, der sich über die günstigen Konditionen für den Rivalen Ryanair ärgerte. Die beiden Unternehmen begruben das Kriegsbeil vor Kurzem und prüfen nun Einsparmöglichkeiten für die Kranich-Linie.

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Der Flughafenbetreiber hatte auch angesichts des geringeren erwarteten Zusatzgewinns zwar die Prognose für das Passagierwachstum in Frankfurt auf fünf Prozent für dieses Jahr angehoben von bisher erwarteten zwei bis vier Prozent. Am größten deutschen Airport rechnet der Betreiber in diesem Jahr nun mit knapp 61 Millionen Fluggästen. Der Ausblick für den Gewinn blieb jedoch unverändert: Das operative Ergebnis (Ebitda) soll mit rund einer Milliarde Euro knapp unter dem Vorjahresstand liegen, der Überschuss mit 310 bis 350 Millionen Euro hinter dem Ergebnis von 2016 von 400 Millionen Euro zurückbleiben. Im Vorjahr hatten Sondererträge den Gewinn getrieben. In diesem Jahr belasten auch 15 Millionen Euro Anlaufkosten für den Flughafenausbau in Brasilien.

Fraport ist weltweit an knapp einem Dutzend Flughäfen beteiligt, darunter der türkische Touristenflughafen Antalya und Lima in Peru. Das Auslandsgeschäft trägt inzwischen 40 Prozent zum Ergebnis bei. In der Türkei rechnet Zieschang weiter mit schwarzen Zahlen in diesem Jahr. Die Ferienregion ist gerade sehr beliebt bei Reisenden aus Russland, während die Buchungszahlen aus Westeuropa angesichts von Anschlägen und politischer Unsicherheit zurückgehen.

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