Fraport: Frankfurter Flughafen schaltet wieder auf Wachstum

Fraport: Frankfurter Flughafen schaltet wieder auf Wachstum

, aktualisiert 17. März 2017, 13:45 Uhr
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Fraport ist Betreiber des Flughafens in Frankfurt.

Eine Entschädigung von knapp 200 Millionen Euro für ein fehlgeschlagenes Terminalprojekt beschert Fraport einen Rekordgewinn. Für 2017 erwartet der Frankfurter Flughafenbetreiber ein Passagierplus von bis zu 4 Prozent.

Fraport will nach dem ersten Passagierrückgang seit sieben Jahren wieder mehr Gäste an den Frankfurter Flughafen holen. Deren Zahl solle in diesem Jahr um zwei bis vier Prozent wachsen, wie Fraport mitteilte.

Um die Trendwende zu schaffen, haben die Hessen die irische Billigfluglinie Ryanair an den größten Airport Deutschlands geholt. Zum Ärger des Großkunden Lufthansa, der nun mehr Konkurrenz bekommt und die finanzielle Starthilfe des Flughafens für Ryanair kritisiert. Doch Konzernchef Stefan Schulte hält an dem Kurs fest: "Wir blicken optimistisch auf das laufende Jahr und rechnen am Frankfurter Flughafen mit Wachstum sowohl im Low-Cost-Segment als auch im klassischen Hub-Verkehr."

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Ryanair stationiert noch diesen Monat zunächst zwei Flugzeuge in Frankfurt, im Herbst wird die Flotte auf sieben aufgestockt. Für den Flughafen ist das ein wichtiger Wachstumsschub, da voriges Jahr wegen der Anschläge in Europa und des fehlenden Wachstums bei der Lufthansa die Zahl der Fluggäste um 0,4 Prozent auf 60,8 Millionen fiel. Das war das erste Minus seit 2009. Damals wurde es in den Terminals wegen der Finanzkrise leer.

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Geschäftlich profitierte Fraport voriges Jahr von Sondererlösen. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg 2016 um ein Viertel auf den Rekordwert von 1,05 Milliarden Euro. Einen großen Teil dazu trägt eine Entschädigung von knapp 200 Millionen Euro für ein fehlgeschlagenes Terminalprojekt auf den Philippinen bei.

Zudem verkauften die Hessen im Geschäftsjahr 10,5 Prozent der Anteile am Airport im russischen St. Petersburg für 40,1 Millionen Euro. Die Dividende werde deshalb um 15 Cent auf 1,50 Euro je Aktie erhöht. Der Jahresumsatz stagnierte aber wegen der rückläufigen Passagierzahlen bei 2,6 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Vorstand mit einem operativen Ergebnis von 980 bis rund 1,02 Milliarden Euro.

Die EU-Kommission hat indes den Weg für eine Übernahme griechischer Flughäfen freigemacht. Sie stimmte am Freitag zu, dass die Flughäfen für eine Konzessionsgebühr von 1,23 Milliarden Euro über einen Zeitraum von 40 Jahren an den deutschen Flughafenbetreiber und seinen griechischen Partner Copelouzos Group übergehen. Nun liege es in den Händen der griechischen Regierung, das Geschäft endgültig zu besiegeln, hieß es.

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