Freizeit: Tauchen: Trendsport im Urlaub

Freizeit: Tauchen: Trendsport im Urlaub

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Tauchen: im Urlaub inzwischen eine beliebte Sportart

Dank moderner Technik kann heute fast jeder Tauchen lernen. Im Urlaub gehört Gerätetauchen inzwischen zu den beliebtesten Sportarten.

Das Great Barrier Reef in Australien hat alles, was Taucher begehren: klares Wasser, Fischschwärme und Korallenriffe bis zum Horizont. Wären da nicht die Bootsführer, die die Taucher absetzen – und hin und wieder vergessen, sie abzuholen. So warteten 1998 zwei amerikanische Urlauber nach dem Auftauchen vergeblich auf ihr Boot. Die Haie ließen den beiden keine Chance. „Open Water“ heißt der Hollywood-Schocker von 2003, der die letzten Stunden der Taucher in allen Einzelheiten nachzeichnet. Der Filmtitel ist perfide – „Open Water“ heißt auch die weltweit am häufigsten vergebene Tauchlizenz des Tauchsportverbandes Padi.

Geschadet hat das Padi nicht. Bereits 16,6 Millionen Tauchlizenzen hat der Verband weltweit vergeben, davon allein im vergangenen Jahr eine Million. In Deutschland zählt der Tauchsportverband VDST inzwischen über 1,6 Millionen Gerätetaucher, und jedes Jahr werden es mehr: „Tauchen liegt im Trend, wir sehen seit Jahren einen deutlichen Zulauf“, sagt Theo Konken, Bundesausbildungsleiter des VDST. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft ist Tauchen die Wassersportart mit dem größten Wachstumspotenzial.

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Die Entwicklung des Tauchsports in Zahlen - klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Tabelle

Natur plus Nervenkitzel, diese Formel überzeugt immer mehr Wasserfreunde. Und der Fortschritt bei Atemtechnik, Materialien und Tauchcomputern sowie die verbesserte Ausbildung haben das Tauchen zu einem Breitensport gemacht, den fast jeder erlernen kann.

Die heimische Tauchsportindustrie hat davon allerdings nur wenig profitiert, denn getaucht wird vor allem im Urlaub. Weil die Touristen meist die Ausrüstung am Urlaubsort mieten, haben besonders die deutschen Tauchschulen und Tauchläden das Nachsehen. „80 Prozent der neuen Taucher finden im Urlaub zu der Sportart“, hat Werner Tho-meier, Vorsitzender des Tauchsportindustrieverbandes, beobachtet. Das Geschäft mit den Tauchreisen sei fest in den Händen kleiner Veranstalter und Tauchschulen, sagt Thomeier. Nur TUI habe bislang als einziger Touristikkonzern einen Katalog für Tauchreisen aufgelegt. Gerätetauchen sei nach Golf, Wandern und Radfahren eine der beliebtesten Sportarten im Urlaub, heißt es dazu bei der TUI.

Auch ein moderner Tauchanzug kann sich auszahlen: Unlängst musste wieder ein Paar am Great Barrier Reef in der Kühle auf dem Wasser treibend übernachten, weil der Bootsführer sie vergessen hatte. Haie kamen nicht vorbei, nach 20 Stunden wurden die Taucher wohlbehalten aus dem Wasser gefischt.

Rund 300 Euro kostet nach Einschätzung von Konken die Grundausbildung für Tauchanfänger. Sie dauert drei bis fünf Tage und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Wer die sicherheitsrelevanten Teile seiner Ausrüstung lieber selbst kauft, statt sie zu leihen, bekomme ab 1500 Euro die Atemtechnik (ohne Gasflaschen), eine Weste zum Einstellen der Tauchtiefe, einen Tauchcomputer sowie Maske, Flossen und Schnorchel.

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