Fresenius: Ulf Schneiders letzte Chance

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KommentarFresenius: Ulf Schneiders letzte Chance

von Jürgen Salz

Um die Rhön-Kliniken doch noch übernehmen zu können, muss der Konzern Opfer bringen.

Fresenius-Chef Ulf Schneider muss mit unangenehmen Fragen rechnen, wenn er am 1. August die Halbjahreszahlen des Medizinkonzerns aus Bad Homburg präsentiert. Wie es nach der geplatzten Übernahme der Rhön-Kliniken weitergehen soll, werden die Analysten von ihm wissen wollen. Und ob Fresenius noch Interesse habe. Die Antwort wird Schneider nicht leichtfallen.

Aus der Fresenius-Kliniktochter Helios und den Rhön-Kliniken wollte er Deutschlands größten Krankenhausbetreiber schaffen.

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Rhön-Kliniken-Übernahme Warum Helios-Kliniken erfolgreicher sind

Fresenius will seine Tochter Helios-Kliniken mit dem Konkurrenten Rhön verschmelzen und zum größter privater Klinikkonzern werden. Schon jetzt ist Helios erfolgreich. Wie machen die das?

huGO-BildID: 3484432 Der Zivildienstleistende Alexander Lux misst den Blutdruck bei dem 75-jaehrigen Patienten Hans Spaeth auf der Station Endokrinologie, Diabetologie und Infektologie des Helios Klinikums am Dienstag, 20. Januar 2004, in Erfurt. Der 20-jaehrige leistet noch bis Ende Juli 2004 seinen Zivildienst auf dieser Station. Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einer Abschaffung des Zivildienstes. Eine 'drastische Reduzierung" oder gar Streichung wuerde eine 'wichtige Luecke in das Wohlfahrtssystem reissen", sagte der Praesident der groessten deutschen Hilfsorganisation, Rudolf Seiters, am Dienstag in Muenchen. (AP Photo/Jens Meyer) Quelle: AP

Der Coup lief gut an, bis in letzter Minute Bernard gr. Broermann, Eigentümer der Asklepios-Kliniken, Rhön-Aktien erwarb und damit die Übernahme torpedierte. 90 Prozent der Rhön-Aktien hätte Fresenius einsammeln müssen, am Ende fehlten ihm ganze sechs Prozent. Inzwischen sollen auch die Sana-Kliniken und der Medizintechnikhersteller Braun Rhön-Papiere erworben haben – damit rückt die Verwirklichung der Schneider-Vision erst recht in weite Ferne.

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Bestehende Hoffnung

Noch hat er die Hoffnung aber nicht aufgegeben. Er kann etwa versuchen, zunächst das Etappenziel einer Mehrheit von knapp über 50 Prozent zu erreichen. Richtig durchgreifen könnten die Bad Homburger bei den Rhön-Kliniken damit aber nicht. Darum bleibt eigentlich nur eine Chance: Damit sich die missliebigen Konkurrenten von ihren Rhön-Papieren trennen, muss Schneider ihnen etwas bieten – Klinikstandorte zum Beispiel. So könnte Asklepios an Standorten in Thüringen interessiert sein, womöglich auch am Klinikum Gießen/Marburg. Dort hatte Asklepios vor Jahren im Bieterkampf mit Rhön den Kürzeren gezogen.

Derzeit laufen Gespräche zwischen allen Beteiligten, heißt es. Aber das kann dauern. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen wird Schneider noch keine Entscheidung verkünden können. Seine Antwort dürfte darum eher vage ausfallen.

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