Führungsspitze: Krach bei Red Bull

Führungsspitze: Krach bei Red Bull

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Vom Aufputschmittel für Thailands Piloten zur Kultmarke - Red Bull ist längst nicht mehr nur irgendein Energydrink.

Im März starb der Red-Bull Mitbegründer Khun Chaleo Yoovidhya. Seine Kinder könnten Konzernchef Dietrich Mateschitz vom Thron stürzen.

Am 18. März hat der Gründer und Chef des Getränkeherstellers Red Bull, Dietrich Mateschitz, seinen Partner Khun Chaleo Yoovidhya als „guten Freund und Partner“ gewürdigt. Yoovidhya, der die Formel für den Energydrink entwickelt hatte, war kurz zuvor in Thailand gestorben. „Er hat in seinem Leben große Dinge erreicht“, erklärte Mateschitz . „Ich werde Khun Chaleo als sehr besonderen Menschen in Erinnerung behalten.“ Der Milliardär Chaleo gründete die Firma T.C. Pharmaceuticals. In den 70er-Jahren entwickelte das Unternehmen einen Energydrink mit dem Namen Krathing Daeng - roter Stier. Die Limonade war besonders bei thailändischen Arbeitern und Lastwagenfahrern beliebt.

Sohn hält Unternehmensanteile
Gemeinsam mit dem Österreicher Dietrich Mateschitz gründete Chaleo dann 1984 ein weiteres Unternehmen, und Red Bull wurde zu einer globalen Marke. In Deutschland wurde Red Bull 1994 zugelassen. Heute verkauft das Unternehmen nach eigenen Angaben jährlich ungefähr vier Milliarden Dosen in über 160 Ländern. Von Yoovidhya bleiben aber nicht nur die Idee und die Erinnerungen, sondern auch seine elf Kinder. Einer seiner Söhne, der 61-jährige Chalerm Yoovidhya, hält zwei Prozent der Anteile am Unternehmen, das der Vater mit auf die Beine gestellt hat. Er sollte der Puffer zwischen dem Österreicher Mateschitz und seinem Vater beziehungsweise dessen Firma TC Agro Trading Company sein, die beide 49 Prozent an Red Bull hielten.

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Nun sagte der Red-Bull-Erbe gegenüber der Zeitung "Bangkok Post“, dass seine eigene Stellung im Red-Bull-Reich deutlich mehr war, als nur das Bindeglied zwischen den beiden Gründern zu sein. "Ich habe geholfen, den Drink zu entwickeln“, zitiert ihn die Zeitung. Er habe sogar in den Anfangszeiten mit eigenem Geld helfen müssen, die Firma zu stützen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Die Aufteilung des Erbes von Milliardär Yoovidhya dürfte diverse Anwälte beschäftigen - Das US-Magazin "Forbes" schätzt das zu verteilende Reinvermögen auf fünf Milliarden Dollar geschätzt. Auch wenn die Erbschaftsfolge die Position von Mateschitz nicht gefährdet, Sohn Chalerm könnte es. Chalerm Yoovidhya lebt in London und managt von dort aus seine Getränkefirma Siam Winery. Er ist der Branche also nicht fremd - und Red Bull mit Sitz in Österreich geografisch relativ nahe. Käme er auf die Idee, ins Unternehmen einzusteigen, könnte die Position von Mateschitz ins Wanken geraten.

mit Material von dapd

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