
Bei einem Schalke-Spiel kommt Sascha Schubert auf seine Geschäftsidee. Auf den Videowänden der Gelsenkirchener Arena wird für Knochenmarks- und Geldspenden für ein Mädchen aufgerufen, das an Leukämie erkrankt ist. Die Fans haben zwar Bier und Bratwurst parat, einen Kugelschreiber hat kaum jemand dabei. Was jedoch fast jeder mit hat, ist ein Handy. Sascha Schubert erkennt, dass nur nur die wenigsten die Kontonummer notieren können, aber so gut wie jeder könnte per SMS Geld spenden. Die Idee: Für jede gesendete Nachricht an eine bestimmte Nummer, wird ein bestimmter Betrag von der Telefonrechnung des Spenders abgehoben.
Quelle: dapdUNICEF
UNICEF ist ein Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Seit 1946 arbeitet die Vereinigung in über 150 Ländern daran die Rechte von Kindern weltweit zu sichern. Unterstützt wird das Projekt regelmäßig von Prominenten, die sich für die Rechte und Bedürfnisse der Kinder einsetzen.
Quelle: APCaritas
Das Hilfswerk der Caritas international ist ein von christlichen Überzeugungen motiviertes Projekt, das Menschen in Not unterstützt. Den deutschen Caritas Verband gibt es seit mehr als 60 Jahren.
Die Hilfsprojekte, die Caritas betreut verteilen sich auf Regionen im Nahen Osten / Nördliches Afrika, Afrika, Asien, Australien / Ozeanien, Europa und Lateinamerika.
Quelle: PRRotes Kreuz
Das Rote Kreuz rettet Menschen aus Notlagen. Während der Arbeit für Menschen in Not hält sich das Rote Kreuz an die Grundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Ein großer Teil der Arbeit basiert auf der Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. In Deutschland belaufen sich die Zahlen von freiwilligen Unterstützern auf mehr als 400.000.
Quelle: PressebildMisereor
Misereor ist das Hilfswerk der katholischen Kirche und hilft den Ärmsten der Armen. Die Organisation unterstützt Menschen jedes Glaubens seit 1958 mit inzwischen über 90.000 Projekten auf allen Kontinenten der Welt.
Quelle: APBrot für die Welt
Die evangelische Organisation leistet in den südlichen Ländern entwicklungspolitische Hilfe zur Selbsthilfe. Jedes Jahr unterstützt sie etwa 1000 Projekte in über 70 Ländern und sichert so die Ernährung, Förderung von Kindern und Jugendlichen, den Zugang zu sauberem Wasser oder hilft HIV-Betroffenen.
Quelle: PressebildÄrzte ohne Grenzen
Ärzte ohne Grenzen (Medecins sans Frontieres) ist eine medizinische Nothilfeorganisation, die 1971 von einer Gruppe junger Ärzte und Journalisten in Paris gegründet wurde. Mittlerweile hat die Organisation Sektionen in 19 Ländern und arbeitet in etwa 60 Ländern weltweit. Sie leisten medizinische Hilfe, unabhängig davon ob es sich um natürliche oder von Menschen verursachte Katastrophen handelt.
Quelle: dpaChristoffel Blindenmission
Die Christoffel Blindenmission ist eine 1908 gegründete, international arbeitende christliche Entwicklungshilfeorganisation, die sich hauptsächlich für Menschen mit Behinderung engagiert. Zu ihren Zielen zählt insbesondere die Verbesserung der Situation von Blinden und Gehörlosen.
Quelle: Screenshotterre des hommes
Die Organisation terre des hommes wurde 1959 in der Schweiz gegründet. Ziel des entwicklungspolitischen Hilfswerks ist die Unterstützung von Kindern, vorrangig Straßenkindern, in aller Welt. terre des hommes sendet dabei keine Entwicklungshelfer, sondern fördert einheimische Initiativen in derzeit 31 Ländern.
UNICEF
UNICEF ist ein Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Seit 1946 arbeitet die Vereinigung in über 150 Ländern daran die Rechte von Kindern weltweit zu sichern. Unterstützt wird das Projekt regelmäßig von Prominenten, die sich für die Rechte und Bedürfnisse der Kinder einsetzen.
Mit dem Geschäftskonzept entscheidet Schubert sich ins Fundraising einzusteigen, also dem Beschaffen von Geldern. Mit Blick auf die Spendenzahlen ist das ein wachsender Markt: 2010 zählte der Deutsche Spendenrat 2,3 Milliarden Euro an Spenden, 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Und um diese Gelder einzuholen müssen Wohltätigkeitsorganisationen die Werbetrommel rühren. Das Deutsche Zentral-Institut für soziale Fragen (DZI), das mit seinem Spenden-Siegel seriöse Organisationen auszeichnet, billigt etwa Werbekosten, die bis zu 30 Prozent der Spendeneinnahmen betragen.
Wohltätigkeitsorganisationen arbeiten professioneller
Um diese 30 Prozent Werbeausgaben buhlen zunehmend Fundraising-Dienstleister. Laut dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Fundraising-Verbands, Thomas Röhr, ist der Bedarf an Fundraising nämlich gestiegen: „In den letzten zwanzig Jahren hat die Professionalisierung bei Wohltätigkeitsorganisationen zugenommen“, sagt der Verbandsvertreter. „Der Staat spart immer mehr und streicht Zuschüsse. Deshalb sind Wohltätigkeitsorganisationen stärker auf Spendenakquise angewiesen, um ihre Aktivitäten fortzuführen.“ Einerseits bauen Unternehmen ihre Fundraising-Abteilungen aus, andererseits setzen sie verstärkt auf Hilfe von außen.
Auf externe Fundraising-Agenturen setzen beispielsweise viele gemeinnützige Gesellschaften, weil ihnen das Personal fehlt, um auf die Straße zu gehen und Passanten um Spenden zu bitten, aber oftmals fehlt ihnen auch die Expertise in bestimmten Bereichen. Dass dies vor allem im digitalen Marketing gilt, bemerkte etwa Sascha Schubert, der nach seinem Erlebnis auf dem Schalke-Spiel mit seinen Freunden Florian Nöll und Martin Müller im Dezember 2008 das Unternehmen Spendino gründete. „Viele Wohltätigkeitsorganisationen nutzen noch nicht moderne Wege zum Spendensammeln“, sagt Mitbegründer Florian Nöll.
Dabei sieht die junge Firma, die allein 2011 ihren Umsatz um 50 Prozent gesteigert hat, im Online-Fundraising großes Potenzial. Spendino bietet nämlich außer SMS-Diensten unter anderem Spendenformulare für Internetseiten an, Software um Spendeneingänge zu verwalten, E-Mail-Dienste um neue Geber zu gewinnen und alte zu pflegen, sowie Spendensammelprogramme für soziale Netzwerke, wie Facebook. Mittlerweile zählt die 20-Mann-starke Firma 250 Kunden, darunter Amnesty International, das Deutsche Rote Kreuz und die Welthungerhilfe.













