GDL-Streik: 100 Millionen Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft

GDL-Streik: 100 Millionen Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft

Der GDL-Streik wird als längster Streik in die Geschichte eingehen. Laut Bahn-Anwalt Thomas Ubber ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft mit einem Schaden von 100 Millionen Euro zu rechnen hat.

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL wird die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro kosten. Diese Zahl nannte Bahn-Anwalt Thomas Ubber am Donnerstagabend während der Verhandlungen vor dem Arbeitsgerichts Frankfurt. Dort will die Bahn per einstweiliger Verfügung einen Stopp des längsten Streiks in der Geschichte des Unternehmens erreichen. Argumentiert wird damit, dass der Ausstand unverhältnismäßig sei. Es gehe der GDL um einen Konkurrenzkampf mit einer anderen Gewerkschaft. Ubber sprach zudem von Schäden von ebenfalls 100 Millionen Euro für die Wirtschaft in Deutschland insgesamt. Eine Entscheidung des Gerichts in dem Eilverfahren könnte noch am Abend fallen.


Die GDL streikt seit Mittwoch und will den Ausstand bis Montag im Personen- und Güterverkehr fortsetzen. Kern des Konflikts ist, dass die Gewerkschaft nicht mehr allein für die 20.000 Lokführer verhandeln will, sondern auch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Die Vertretung dieser Gruppe beansprucht aber die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Bahn wiederum lehnt konkurrierende Gehaltsabschlüsse ab.

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