Geldanlage: Kunstmarkt mit stabilem Plus in der Krise

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Geldanlage: Kunstmarkt mit stabilem Plus in der Krise

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Ein Kunde auf der Tefaf in Maastricht begutachtet die ausgestellten Antiquitäten.

Ein Jugendstil-Sessel für 25.000 Euro oder ein Gemälde von Pieter Brueghel für 4,5 Millionen? Teurer werden beide. Dass es dem Kunstmarkt gut geht, zeigt sich auf der Kunstmesse Tefaf in Maastricht.

Mit gut 20 Prozent Umsatzplus zum Vorjahr, so die führende Datenbank Artprice, zeigte sich der Markt der Schönen Künste 2011 unbeeindruckt von den Turbulenzen um den Euro. Mehr verkauft wurde vor allem in den obersten Preiskategorien. Von einer Überhitzung ist der Markt aber weit entfernt. „Weniger als fünf Prozent der Erwerber kaufen zu Spekulationszwecken“, sagt Jürgen Michael Gottinger von Dr. Wieselhuber & Partner. Für 2012 hält der Münchner Kunstmarktbeobachter einen weiteren Preisanstieg für „sehr wahrscheinlich“. Welche Angebote in der Premiumklasse es derzeit gibt, ist auf der Kunst- und Antiquitätenmesse Tefaf im holländischen Maastricht zu sehen, die an diesem Wochenende zuende geht.

In der Geburtsstadt der europäischen Leitwährung locken rund 260 handverlesene Aussteller aus 17 Ländern vom 16. bis 25. März Sammler aus aller Welt mit einem in Qualität und Spektrum kaum zu toppenden Angebot. Zum 25. Mal glänzen die schwer bewachten Messestände mit einem opulenten Angebot von Alten Meistern bis hin zu moderner Kunst. Dazu kommen Silber, Möbel, antike Objekte, Fotografien, Design und Schmuck.

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Kunst- und Antiquitätenmessen im Frühjahr

Schnäppchen sind hier kaum zu machen, dafür können Käufer sicher sein, dass alle Objekte von einer Jury von 175 Experten auf Echtheit und Qualität geprüft wurden. Kernstück des Messeangebots sind Werke der Alten Meister. Galerien wie Bernheimer- Colnaghi oder Johnny van Haeften bürgen für Werke höchster Qualität, deren Preise meist nur geflüstert werden. Typisch für das Angebot ist ein „Ernte“-Ölbild des flämischen Malers Pieter Brueghel d. J. von 1621 (4,5 Millionen Euro, Galerie De Jonckheere). Doch es geht auch günstiger, allerdings auf Papier. Die Galerie Helmut Rumbler zeigt Blätter von Adriaen van Ostade (ab 4000 Euro). Auch ohne dicke Brieftaschen lohnt der Ausflug an die Maas. Denn hier können potenzielle Käufer das tun, was Kunstprofis jedem Interessierten raten: schauen, schauen, schauen!

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Zum Beispiel am Stand der Münchner Galerie Georg Laue. Gezeigt werden hier exotische Objekte aus fürstlichen Kunst-und Wunderkammern, wie ein aus einer Kokosnuss geschnitzter Pokal von 1650. Die rare Preziose war einst in Alexander von Humboldts Besitz. Designliebhaber finden bei der Galerie Bel Etage exquisite Möbel der Wiener Werkstätten, wie die „Sitzmaschinen“ von Josef Hoffmann (ab 26.000 Euro).

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