Germanwings-Angehörige: Lufthansa bietet 25.000 Euro Schmerzensgeld

Germanwings-Angehörige: Lufthansa bietet 25.000 Euro Schmerzensgeld

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Die Lufthansa will Hinterbliebenen des Germanwings-Absturzes 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Angehörige der Opfer des Germanwings-Absturzes bekommen von der Lufthansa 25.000 Schmerzensgeld. Ein Anwalt kritisierte das Angebot als nicht angemessen.

Gut drei Monate nach der Germanwings-Katastrophe hat der Mutterkonzern Lufthansa den deutschen Hinterbliebenen pauschal 25 000 Euro als Schmerzensgeld angeboten. Nächste Angehörige wie Eltern, Kinder oder Lebenspartner sollen dazu ohne weitere Prüfung jeweils ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro bekommen, wie die Fluggesellschaften am Dienstag mitteilten. Anwälte der Opfer-Familien lehnten das Angebot in einer ersten Reaktion ab. In Berlin zogen Luftfahrt-Experten erste Lehren aus dem Unglück.

Das Schmerzensgeld solle nicht mit den bereits geleisteten 50.000 Euro Soforthilfe verrechnet werden, erläuterte ein Lufthansa-Jurist. Mehrere Anwälte bestätigten den Eingang des Vorschlags. Christof Wellens, der nach eigenen Angaben 15 Opfer-Familien mit mehr als 60 Angehörigen zivilrechtlich vertritt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass auch nur eine Opfer-Familie das annimmt.“ Elmar Giemulla, der 34 Familien vertritt, nannte das Angebot im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch) empörend.

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Lehren aus der Germanwings-Katastrophe Experten fordern Anlaufstellen für Piloten mit Problemen

Gut drei Monate nach dem Absturz der Germanwings-Maschine ziehen Experten erste Lehren. An den Cockpittüren soll sich nichts ändern. Aber wie merkt man mit Sicherheit, dass ein Pilot fluguntauglich ist?

Zugleich habe er den Piloten nicht mehr ins Cockpit gelassen, sagte Robin. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist es Vorschrift, dass der Arbeitsplatz in allen Passagierjets von einer gepanzerten Tür geschützt sein muss. Andreas L. habe weder auf Rufe noch auf Schläge gegen die Tür reagiert, erklärte der Staatsanwalt. Auch Aufforderungen des Towers in Marseille, einen Notruf abzusetzen, habe er ignoriert. Bis zum Zerschellen des A320 sei von ihm kein Wort mehr zu hören. Auf der Aufnahme sei nur noch sein ruhiges Atmen zu vernehmen. All dies lasse darauf schließen, dass Andreas L. die Maschine absichtlich zum Absturz brachte, sagte Robin. "Wir müssen von einer willentlichen Tötung ausgehen...Er hat sich bewusst geweigert, die Tür zu öffnen, und er hat bewusst den Knopf (zur Einleitung des Sinkflugs) gedrückt, um die Maschine runterzubringen." Bisher hatte die Staatsanwaltschaft in Marseille dagegen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Quelle: REUTERS

Bei dem Absturz am 24. März in den französischen Alpen kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben, darunter viele Deutsche. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sperrte der Copilot seinen Kollegen aus dem Cockpit aus und brachte die Maschine absichtlich zum Absturz. Der 27-Jährige hatte nach Überzeugung der Ermittler psychische Probleme und Suizidgedanken, die er vor seinem Arbeitgeber verheimlichte.

Eine nach dem Unglück eingesetzte Expertengruppe empfiehlt deshalb, die Anlaufstellen für Mitarbeiter mit psychischen Problemen bei den Fluggesellschaften zu stärken. Außerdem solle geprüft werden, wie die Kontrollen auf Medikamente, Drogen oder Alkohol intensiviert werden können, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der in Berlin den Zwischenbericht vorstellte. Der Sicherheitsmechanismus der Cockpittür soll unverändert bleiben. Die Vorgabe, dass sich immer zwei Personen im Cockpit aufhalten müssen, wird vorerst beibehalten.

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