Bild: PresseAir Baltic: 33 Flugzeuge
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat mit 33 Flugzeugen, darunter 14 Boeing 737, derzeit auf Platz 9. Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass die Airline 20 weitere Maschinen beim Flugzeugbauer Bombadier bestellt hat.
Bild: dapdWizz Air: 35 Flugzeuge
Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an. Die Airline machte zuletzt Schlagzeilen, weil sie plant auch auf das Handgepäck Gebühren zu erheben.
Bild: PresseJet2: 36 Flugzeuge.
Die britische Billig-Airline Jet2 gibt es erst seit 2002, trotzdem hat sie mit 33 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit seinen 27 Boeing 737-Maschinen und weiteren neun Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.
Bild: dpaAer Lingus: 36 Flugzeuge.
Mit 33 Flugzeugen liegt Air Lingus gleichauf mit Jet2. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen 33 Airbus 320 und drei Airbus 321. RyanAir versucht, den irischen Konkurrenten zu übernehmen - der wehrt sich bisher jedoch erfolgreich.
Bild: dapdVueling: 46 Flugzeuge.
Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus 320. Neben acht Basen in Europa hat Vueling auch in Parlis-Orly, Toulouse und Amsterdam Flugzeuge und Personal stationiert.
Bild: PresseNorwegian: 63 Flugzeuge
Zu Norwegian gehören 63 Boeing 737, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört zu den großen im europäischen Luftraum. Das bewiesen auch die aktuellen Quartalszahlen: Norwegian machte im zweiten Quartal 2012 rund 16 Millionen Euro Gewinn vor Steuern.
Bild: PresseFlybe: 67 Flugzeuge
Die britische Airline Flybe betreibt mit 49 Maschinen die größte Flotte an Bombadier DashQ8-400 Maschinen weltweit. Flybe hat seinen Sitz in Southhampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.
Bild: dpa/dpawebGermanwings: 32 Flugzeuge
Germanwings schafft es mit einer Flotte von 32 Flugzeugen so gerade in die Top 10 der europäischen Billig-Airlines mit den größten Flotten. Allerdings wird sie bald einen großen Satz nach vorn machen. Bis Mitte 2013 Jahres erhält die Lufthansa-Tochter zusätzliche Flieger vom Mutterkonzern. Die neue Germanwings soll nämlich zum nach Flugzeugen drittgrößten Billigflieger Europas ausgebaut werden. Geplant ist, dass sie alle Flüge abseits der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München übernimmt.
Bild: dapdEasyjet: 184 Flugzeuge.
Die britische Fluglinie Easyjet hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 55 Millionen Passagiere. Zu der Flotte gehören 151 Airbus 319 und 33 Airbus 320.
Bild: dpaRyanair: 293 Flugzeuge.
Mit einer Flotte von fast 300 Flugzeugen sind die Iren um den exzentrischen Chef Michael O'Leary unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Wegen hohen Treibstoffpreisen musste die irische Fluglinie zuletzt jedoch schlechte Zahlen verbuchen. Während der Umsatz im zweiten Quartal 2012 um 12 Prozent stieg, sank der Gewinn um satte 29 Prozent.
Air Baltic: 33 Flugzeuge
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat mit 33 Flugzeugen, darunter 14 Boeing 737, derzeit auf Platz 9. Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass die Airline 20 weitere Maschinen beim Flugzeugbauer Bombadier bestellt hat.
Schwere Störung – das ist mit die dramatischste Beschreibung für einen Flug-Zwischenfall, der nicht mit einem Absturz endete. Und genau mit diesen Worten beschreibt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) jenes Ende eines Flugs der Lufthansa-Tochter Germanwings, der im Dezember 2010 laut einem Bericht des obersten Ermittlers in Sachen Flugsicherheit in Deutschland offenbar fast in einer Katastrophe geendet hätte.
Denn wegen eines Giftes in der Atemluft war von den beiden Piloten einer quasi außer Gefecht gesetzt – oder, wie es die BFU ausdrückt: "spürte, dass er die anfallenden Informationen nicht mehr verarbeiten konnte" – und der andere bereits "am Ende seiner Leistungsfähigkeit". Obwohl die Piloten Atemmasken trugen, hatten sie deutlich zu wenig Sauerstoff im Blut. Mit anderen Worten: Noch ein paar Minuten länger, und das Flugzeug wäre führerlos gewesen.
Doch da fangen die Fragen erst an. Und sie richten sich sowohl an den Lufthansa-Konzern, als auch an die Aufsichtsbehörde.
Verharmlosender Bericht
Dass Germanwings den Vorfall nicht an die große Glocke gehängt hat, ist nachvollziehbar. Wenn die Behörde kein Problem sieht, dann muss auch die Fluglinie nicht unbedingt nachlegen. Doch am Ende hat die Linie zumindest in Teilen merkwürdig reagiert. Sie hat zwar den Flieger nach dem Vorfall gecheckt und einen Bericht an die Aufsichtsbehörde geschickt. Doch der liest sich wesentlich weniger dramatisch als die Berichte der Piloten. Da wurde aus dem Beinahe-Zusammenbruch ein "starkes Unwohlsein" und eine "Beeinträchtigung der Wahrnehmung".
Dass beide Piloten deutlich zu wenig Sauerstoff im Blut hatten, alarmierte offenbar ebenso wenig, wie die Tatsache, dass der außergewöhnliche Geruch im Cockpit auch 15 Minuten nach der Landung trotz geöffneter Fenster noch deutlich wahrnehmbar war. Und auch heute sieht die Linie merkwürdigerweise noch "keine Einschränkung der Flugtauglichkeit". Da bleibt die Frage: Hat der Pilot damals gegenüber seinem Arbeitsgeber die Sache nicht ganz richtig dargestellt – oder später gegenüber der Behörde.
Reaktion der BFU ist fragwürdig
Aber auch bei der BFU bleiben Fragen offen. Zwar hat sie sich Nachfragen bereits vorab durch die Mitteilung entzogen, "aufgrund des Umfangs des Zwischenberichts werden keine ergänzenden Erläuterungen ... abgegeben." Doch ein paar Antworten wären sicher nicht schlecht gewesen. Denn ihr hätte aus Sicht von Experten auffallen können: Ein "Geruch elektrisch verbrannt" – so die Unfallmeldung der Fluglinie – passt nicht so recht zu der Erklärung, es sei nur etwas Enteisungsmittel ins Triebwerk geraten. Stattdessen hat sich die BFU quasi die Sichtweise Germanwings' zu Eigen gemacht und abgehakt.
- Seite 1: Beunruhigende Untersuchungslücken
- Seite 2: Späte Untersuchung

























