Gewerbesteuergesetz: Reisebranche befürchtet Pleite- und Entlassungswelle

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Reiseveranstalter werden Mitarbeiter entlassen

von Hans-Jürgen Klesse

Eine Neuauslegung des Gewerbesteuergesetzes durch die Finanzämter könnte bei vielen deutschen Reiseveranstaltern zu einer Entlassungs- und Pleitewelle führen.

Die rückwirkend ab 2008 erhobenen Steuern summieren sich nach Schätzungen des Deutschen Reise Verbandes (DRV) auf bundesweit 1,4 Milliarden Euro. „Die Existenz mittelständischer Reiseveranstalter und damit Zehntausender Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel“, warnt DRV-Präsident Jürgen Büchy gegenüber der WirtschaftsWoche.

Die Finanzämter begründen die höheren Belastungen mit der Reform des Gewerbesteuergesetzes von 2008. Danach wird bei der Berechnung der Gewerbesteuer auch die Hälfte aller Pacht- und Mietzahlungen sowie Leasinggebühren für „unbewegliche Anlagegüter“ berücksichtigt. Betriebsprüfer in Nordrhein-Westfalen haben diese Verfahren nun auch für den Einkauf von Hotelkontingenten durch Reiseveranstalter übernommen, die Finanzämter der anderen Bundesländer haben sich dieser Argumentation angeschlossen. „Diese Position ist aus steuerrechtlicher und wettbewerbspolitischer Sicht inakzeptabel“, schimpft Büchy. Die TUI hatte bereits angedroht, dass das Unternehmen den Hoteleinkauf für Pauschalreisen ins Ausland verlagern werde, wenn die Regelung nicht zurückgenommen wird.

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