Gewerkschaft EVG: Kein Bahn-Streik bis zum 12. Dezember

Gewerkschaft EVG: Kein Bahn-Streik bis zum 12. Dezember

Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG sieht bis zur nächsten Tarifrunde mit der Deutschen Bahn am 12. Dezember von Streiks ab. Die GDL verhandelt schon am 28. November erneut mit der Bahn.

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba erklärte am Donnerstag, die Gewerkschaft weite ihre Beratungen über das Angebot der Bahn aus. Am 3. Dezember würden daher nicht nur die Tarifkommission, sondern auch der Bundesvorstand in einer gemeinsamen Sitzung in Frankfurt das Angebot erörtern und das weitere Vorgehen festlegen. Zuvor hatte die EVG damit gedroht, sie könnte schon ab dem 3. Dezember mit Warnstreiks beginnen. Bislang hat im Tarifstreit der konkurrierenden Gewerkschaften EVG und GDL nur die Lokführer-Gewerkschaft GDL den Staatskonzern mehrmals in diesem Jahr bestreikt.

Das sind die Bahngewerkschaften GDL und EVG

  • Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer

    Die 1867 als Verein Deutscher Lokomotivführer gegründete GDL hat rund 34.000 Mitglieder. In ihr sind nach Gewerkschaftsangaben rund 80 Prozent der Lokführer bei der Deutschen Bahn und zahlreiche Zugbegleiter organisiert. Die GDL gehört dem Deutschen Beamtenbund an.

  • Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

    Die EVG entstand 2010 aus der Fusion von Transnet und GDBA und hat rund 210.000 Mitglieder. Die Vorgängerin Transnet wurde 1896 gegründet und gehörte zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die 1948 gegründete Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter und Anwärter (GDBA) hatte Mitglieder aus allen Sparten von Bahn bis Bus. Sie gehörte dem Deutschen Beamtenbund an, kooperierte zuletzt aber in einer Tarifgemeinschaft mit Transnet.

Am vergangenen Freitag hatte die Bahn getrennte Tarifverhandlungen mit den beiden Gewerkschaften geführt und ihnen dabei ein rund 600-seitiges Angebot vorgelegt. Beide Arbeitnehmervertretungen verwarfen die Offerte zunächst. Für den 12. Dezember vereinbarten Bahn und EVG eine neue Verhandlungsrunde. Die GDL verhandelt schon am 28. November erneut mit der Bahn.

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Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn, 37 statt 39 Stunden Wochenarbeitszeit sowie bessere Schichtpläne. Die EVG will für ihre Mitglieder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber eine Steigerung der Gehälter um 150 Euro. Kern des Konfliktes ist aber, dass die GDL nicht mehr wie früher allein für die rund 20.000 Lokführer, sondern auch für ihre Mitglieder unter den rund 17.000 Zugbegleitern, Bordrestaurant-Personal und Rangierführern eigene Verträge abschließen will. Die EVG will nun im Gegenzug zum GDL-Vorstoß auch für die Lokführer unter ihren Mitgliedern sprechen. Die Bahn lehnt verschiedene Verträge für dieselbe Beschäftigtengruppe jedoch ab.

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