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Girokarte, Schecks & Co.: Liquide in die Ferien

von Kerstin Dämon

2011 erlebten viele Touristen eine böse Überraschung: Die EC-Karte wurde am Urlaubsort nicht mehr akzeptiert. Ob in diesem Sommer neue Probleme drohen, was die Urlaubskasse sicher macht und wie Anleger ihr Depot schützen.

Flugpreise vergleichen

Fliegen ist nicht billig. Wer dennoch nicht auf die Flugreise verzichten möchte, sollte auf Online-Dienste zum Preisvergleich zurückgreifen. Bei Portalen wie Swoodoo, die den User direkt zum Anbieter weiterleiten, entfällt auch noch die Vermittlungsgebühr, die beispielsweise Expedia dafür verlangt, Kunden und Anbieter zusammenzubringen. Bei einigen Anbietern wie bei Qfly.de können Reisewillige angeben, wie viel sie bereit sind, für einen Flug auszugeben und sich überraschen lassen, wie weit sie damit kommen würden. Die Preisvergleiche lohnen aber nicht nur beim Flieger, sondern auch beim Mietwagen, dem Hotel oder der Ferienwohnung. Da lässt sich einiges sparen.

Bild: dapd

Für alle Urlauber, die ihre Sommerferien innerhalb der EU verbringen werden, gibt es eine gute Nachricht: Fast alle Geldautomaten innerhalb Europas akzeptieren jetzt das neue V-Pay-System. Insgesamt wurden 400.000 Geldautomaten in Europa auf die magnetstreifenlose Technik umgestellt, 8,5 Millionen Geschäfte akzeptieren die aufgerüsteten Girokarten, im Volksmund auch EC-Karte genannt. An der schlechten Nachricht hat sich allerdings nichts geändert: Wer die EU verlässt und in den USA, Asien oder Afrika Urlaub macht, kann sich nicht darauf verlassen, dort Geld abheben zu können. Kunden von Sparkassen und Deutscher Bank können dieses Problem mit einem Anruf lösen, den Inhabern der neuen V-Pay-Karten bleibt nur die Kreditkarte oder Bargeld.

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Warum die Girokarte im Ausland nicht funktioniert

  • V-Pay statt Magnetstreifen

    Um Girokarten gegen Datenklau abzusichern, wurden im vergangenen Jahr bei vielen Karten der Magnetstreifen gegen einen EMV-Chip ausgetauscht. Diese Karten mit einem V-Pay-Logo wurde anfangs nicht überall in der EU akzeptiert. Mittlerweile sind europaweit 400.000 Automaten auf die neue Technologie umgerüstet, 8,5 Millionen Geschäfte akzeptieren V-Pay-Karten. Dennoch kann es vereinzelt in der EU noch zu Akzeptanzproblemen kommen. Außerhalb Europas, besonders in Asien, nehmen nur wenige Geldautomaten die Chip-Karten an.

  • Deutsche Bank-Kunden

    Dank des neuen Systems ist das sogenannte Skimming, also das Auslesen und Kopieren von Girokarten, innerhalb der EU deutlich zurückgegangen. Um ihre Kunden vor Betrügern im Außereuropäischen-Ausland zu bewahren, hat die Deutsche Bank das Limit der Karten auf Null gesetzt. Deutsche Bank-Kunden, die auch in den USA, Asien oder Afrika mit ihrer Karte Geld abheben wollen, müssen vor Reiseantritt ihre Bank informieren, damit Abbuchungen vom Konto zugelassen werden. Wer das versäumt, steht im Urlaub ohne Bargeld da.

  • Auffällige Kontobewegungen

    Bei jeder von einer EC-Karte ausgelösten Buchung läuft im Rechenzentrum der Banken eine Sicherheitssoftware mit, die Betrug frühzeitig erkennen und durch Kartensperren verhindern soll. Dabei kann es auch zu ungewollten Sperren kommen. Da hilft nur: Einmal eine große Summe abheben, anstatt regelmäßig kleine Beträge. Sonst ergeht es einem wie dem Studenten in Barcelona, dessen Karte eingezogen wurde, weil er mehrmals beim gleichen Automaten Geld abgehoben hatte.

  • Dispo-Auslandssperre

    Postbank, Deutsche Bank sowie einige Volks- und Raiffeisenbanken haben die Möglichkeit zur Überziehung bei den EC-Karten fürs außereuropäische Ausland gesperrt. Ist das Konto auf Null, gibt es kein Geld mehr, auch wenn Überziehen in Deutschland kein Problem wäre. Ein Anruf bei der Bankfiliale sollte genügen, um den Überziehungsrahmen heraufzusetzen. Wer das nicht tut, läuft sonst Gefahr, im Urlaub mit leeren Händen da zu stehen.

  • Konto überzogen

    Ist das Konto im Minus und die Summe bewegt sich noch innerhalb des Verfügungsrahmens, kann innerhalb Deutschlands problemlos Geld abgehoben werden. Im Urlaub muss das aber nicht gelten: Die ausländischen Banken sind nicht verpflichtet, den Verfügungsrahmen auch zu gewährleisten. Vor allem außerhalb der Eurozone kann es passieren, dass trotz eines Rahmens von 500 Euro schon bei 100 Euro Überziehung Schluss ist.

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr hieß es für viele Touristen „Pech gehabt“. Bargeld im Ausland abheben – sonst eigentlich kein Problem – funktionierte auf einmal nicht mehr. Der Grund: Um die Girokarten gegen Skimming – das Auslesen und Kopieren von Daten – abzusichern, hatte die Kreditwirtschaft in Europa peu à peu den alten Magnetstreifen gegen einen EMV-Chip getauscht. Zu erkennen am V-Pay-Logo. Den Erfolg der Karten bestätigt Thomas Schlüter vom Deutschen Bankenverband: „Seit der Einführung ist die Zahl der Skimming-Betrugsfälle in Europa deutlich zurückgegangen“, sagt er.
In Deutschland machte die Postbank im Juli 2011 den Anfang – mittlerweile sind alle der 6,4 Millionen Postbank-Karten umgestellt. Mit der Folge, dass die Kunden außerhalb der EU seit Juli letzten Jahres kein Bargeld mehr abheben konnten, weil die Gelautomaten nicht auf das europäische Chip-Karten-System eingestellt sind. Ungefähr zeitgleich stellten unter anderem die Kunden der Deutschen Bank fest, dass auch sie außerhalb der EU keinen Pfennig mehr abheben konnten, geschweige denn mit ihrer Girokarte im Laden zahlen konnten. Und das, obwohl sie keine V-Pay-Karten ausgegeben haben.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 13.07.2012, 19:53 Uhrbaerny

    Vor ca. 8 Jahren hatte ich ein spezielles Problem: die EC- Karte wurde (in Thailand) zwar anerkannt, aber aufgrund von scheinbaren Computerproblemen wurde der Vorgng mehrfach abgebrochen. Irgendwann hieß es "Kreditlimit überzogen". Wieder zuhause erfuhr ich folgendes: Der Vorgang wurde abgebrochen, die Karte kam aus dem Automaten, die (virtuelle) Geldforderung gegenüber meinem Konto bestand jedoch bei meinem Geldinstitut weiterhin bis zur nächsten manuellen thailändischen Revision, woran ich auch nicht viel ändern konnte.
    Fazit: ärgerlich, aber der Urlaub war trotzdem klasse.
    Man kann wohl kaum in Deutschland original asiatisches Essen für 3 Euro und mittem in Bangkok für 20 Euro Sushi im Fuji Restaurant inclusive Getränken bekommen. Zudem war Rayong ein wenig sehr viel schöner als die Nordsee-- und viel wärmer

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