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exklusiv Glücksspiel: Merkur-Chef will Glücksspielvertrag zu Fall bringen

von Nele Hansen

Paul Gauselmann, Deutschlands größter Glückspielautomatenhersteller und Inhaber der Spielhallenkette Merkur, will spätestens 2014 den neuen Glückspielstaatsvertrag kippen.

Die meisten der 1001 Befragten ginge sehr zurückhaltend mit dem neuen Reichtum um: 46 Prozent würden sich eine Weltreise gönnen, 32 Prozent würden gar nichts Grundlegendes am Leben ändern, 31 Prozent ihren Wohnsitz verlegen. Noch ein Prozent der Befragten gab an, im Falle eines zehn Millionen Euro-Gewinnes den Partner verlassen zu wollen.

Bild: dpa

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„Ich sage voraus, dass es den Glücksspielstaatsvertrag 2014 nicht mehr geben wird“, sagte Gauselmann der WirtschaftsWoche. „Wir haben bereits die besten Anwälte in ganz Deutschland auf die Sache angesetzt. Klagen laufen.“
Nach Angaben von Gauselmann spüre die Branche bereits die Einschränkungen durch das neue Gesetz. Weil künftig maximal zwölf Automaten pro Spielhalle erlaubt sind, müsse die Branche in den nächsten fünf Jahren über 50 Prozent der Automaten abbauen. Insgesamt 8.000 Arbeitsplätze seien dadurch bedroht. „Ich muss jetzt auf Anhieb 500 Leute entlassen“, sagte Gauselmann dem Magazin.

Der Merkur-Chef wehrt sich gegen die Einschränkungen auch deshalb, weil Glückspiele im Internet davon unberührt bleiben. „An unseren Automaten können Spieler maximal 80 Euro pro Stunde verlieren, in der Praxis sind es durchschnittlich 10,85 Euro pro Stunde. Im Internet sind die 80 Euro schnell nach zwei Minuten weg, meistens handelt es sich um genau die gleichen Spiele“, kritisiert Gauselmann. Die Politik begründet die Einschränkungen für die Spielhallen mit der grassierenden Spielsucht in Deutschland.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.09.2012, 10:48 UhrAnomym

    Gott sei Dank ist der Spielkunde nicht „blöd“ und hat sehr wohl erkannt, dass die angeblich staatlich so sehr geschützte Spielunterhaltung in Spielbanken ein ausgesprochen teures und hinterhältiges Vergnügen ist. Auch ist die Gegenleistung in Form moderner attraktiver Unterhaltung eher veraltet, überteuert und nicht mehr zeitgemäß. Aus diesem Grund sind die Umsätze der Spielbanken stark rückläufig. Als Gegenwehr wird jetzt massiv versucht der modernen gewerblichen Konkurrenz (Spielhallen) zu schaden.
    Besser wäre doch, man stellt sich dem Wettbewerb und versucht das eigene Leistungspotenzial zu verbessern. Hierüber sollten die Spielbankbetreiber und deren politische Helfershelfer mal nachdenken. Das diskreditieren der Konkurrenz kann nur kurzzeitigen Erfolg bringen. Die Systemschwächen werden dadurch nicht verbessert oder beseitigt.

  • 21.09.2012, 12:23 Uhrrolfstuck

    Das Hauptproblem ist doch dass der Staat selbst Casinos betreibt
    und die immer weniger frequentiert werden da die Privaten einfach
    besser sind.Der Staat versucht nun mit allen Mitteln die Privaten
    zu bekämpfen um das "Geschäft" wieder selbst lukrativ betreiben zu können.Das darf es in einem demokratischen Land nicht geben.
    Lasst den Spielern ihr "Kleines Spiel" und versucht nicht alles
    bis ins letzte Detail vorzuschreiben.
    Rolf Stuck

  • 19.09.2012, 23:06 UhrGritde69

    Der Mensch hat immer gespielt und wird es auch immer tun. Die Politik kann das mit keinem Gesetz verhindern. Der Spieltrieb wird sich, wenn es das legale gewerbliche Spiel nicht mehr gibt in andere Bereiche wie Internet oder sogar in den illegalen Bereich verschieben. Aus meiner Sicht ist es daher besser wenn man weiter spielen kann unter gesetzlicher Kontrolle. Hier kann man gezielt Problemfälle erkennen und Abhilfe schaffen.

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