Griechenland: Alltours-Chef favorisiert Rückkehr zur Drachme

Griechenland: Alltours-Chef favorisiert Rückkehr zur Drachme

von Christian Schlesiger

Zurück zur Drachme - für Alltours-Chef Willi Verhuven wäre das nicht die schlechteste Lösung.

Alltours-Chef Willi Verhuven favorisiert in der Griechenland-Krise eine Rückkehr zur Drachme. „So wie ich die Griechen kenne, wären sie glücklicher und motivierter, wenn es in dem Land wieder die Drachme gebe“, sagte der Gründer des Duisburger Reiseveranstalters am Rande der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Voraussetzung für eine gelungene Einführung der früheren Währung sei aber ein Schuldenschnitt. Zudem müssten faire Chancen geschaffen werden, damit Griechenland neu anfangen könne.

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Für die deutschen Reiseveranstalter ergäben sich bei einer Rückkehr zur Drachme keine Nachteile. Der Alltours-Chef verweist auf Destinationen wie Ägypten und die Karibik, wo schon heute oft in US-Dollar abgerechnet werde. Die Veranstalter würden griechische Hoteliers auch bei Existenz der Drachme in Euro bezahlen. Dafür bräuchte es aber keine zusätzlichen vertraglichen Vereinbarungen mit den Hoteliers.

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Alltours-Chef Willi Verhuven sieht in der Rückkehr zur Drachme nur Vorteile.

Verhuven wiederholte zudem seine Forderung nach politischer Unterstützung für Griechenland. Der Alltours-Chef, der das Unternehmen in den Siebzigerjahren als reinen Griechenland-Spezialisten gegründet hatte, fordert von der Bundesregierung und der Europäischen Union, sich stärker für den Griechenland-Tourismus zu engagieren.

Die Branche trägt 18 Prozent zum griechischen Bruttoinlandsprodukt bei und gehört mit 800.000 Beschäftigten neben der Landwirtschaft zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Verhuven schlägt beispielsweise Fördermittel für Hoteliers vor. Zudem sollten sie sich am Wiederaufbau des Images des Landes beteiligen.

Derweilen treibt der Reisemanager die Konkurrenz vor sich her. Die Buchungen bei Alltours lagen sowohl für die Wintersaison als auch für den Sommer 2012 über Plan. Für das derzeit auslaufende Wintergeschäft bis Ende März prognostiziert das Unternehmen ein Plus von zehn Prozent. Für den Sommer liegen die Buchungen fünf Prozent über Vorjahr. Das Reisejahr 2012 deute daher „auf ein Rekordergebnis hin“. Der Umsatz soll um sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Euro wachsen. Insgesamt will Alltours 1,75 Millionen Kunden in den Urlaub begleiten – fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

 

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