Emirates: Mehr als tausend Entlassungen bei größter Golffluglinie

exklusivGrößte Golffluglinie: Mehr als tausend Entlassungen bei Emirates?

, aktualisiert 26. Januar 2017, 15:58 Uhr
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Ein Airbus A380 der arabischen Airline Emirates.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Die aktuelle Krise der Fluglinien vom persischen Golf zwingt die größte Linie der Region Emirates zu einem Personalabbau.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche will die Fluglinie aus Dubai deutlich mehr als 1000 der 65.000 Stellen im Fluggeschäft streichen. Emirates wollte sich auf Anfrage zu den Informationen zunächst nicht äußern.

„Bei dem Programm geht es vor allem um Jobs in der Verwaltung“, erklärte ein mit dem Unternehmen vertrauter Manager unserer Redaktion. Betroffen seien vor allem Nutznießer des „Emiratisierungs“-Programms, bei dem die staatliche Fluglinie des Emirates Dubai auf Anweisung der Regierung bevorzugt Bürger der Vereinigten Arabischen Emirate einstellt. Emirates musste im November einen Gewinneinbruch von drei Vierteln verkünden.

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Inzwischen äußerte sich Emirates. „Es gibt kein Programm zum Personalabbau innerhalb des Unternehmens“, so ein Unternehmenssprecher gegenüber der Wirtschaftswoche. „Darüber hinaus gibt es in der Personalpolitik keine besondere Fokussierung auf einzelne Mitarbeitergruppen.“ Weitere Einzelheit, etwa zur Zahl der Betroffenen wollte der Sprecher nicht machen.

Umbruch bei Air-Berlin-Partner Etihad-Chef James Hogan muss gehen

Nach dem Abtritt von Stefan Pichler bei Air Berlin tauscht auch der arabische Großaktionär Etihad seine Führungsspitze aus. Konzernchef Hogan werde das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte verlassen, teilt Etihad mit.

Konzernchef James Hogan verlässt Etihad in diesem Jahr. Quelle: AP

Gegenüber Medien aus dem arabischen Raum hat das das Unternehmen jedoch eine Restrukturierung mit Personalmaßnahmen bestätigt. Von den Abbaumaßnahmen sei „eine sehr geringe Anzahl von Beschäftigten“ betroffen“, erklärte ein Sprecher dem Nachrichtenmagazin „Arabian Business“ aus Dubai, nannte jedoch keine genaue Zahl.

Wettbewerber Etihad aus Abu Dhabi streicht gerade Tausende Jobs, stellt Strecken ein und hat das Ausscheiden von Konzernchef James Hogan bekannt gegeben.

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