Hamburger: Wie alternative Burger-Lokale McDonald's das Geschäft vermiesen

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Hamburger: Wie alternative Burger-Lokale McDonald's das Geschäft vermiesen

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Fleisch oder kein Fleisch? Burger mit Bratling bei Hans im Glück.

von Oliver Voß und Hermann J. Olbermann

Während der Branchenführer McDonald’s in Deutschland schwächelt, boomen neue alternative Hamburger-Restaurants. Der Trend geht zum "besseren Burger".

Holger Beeck, seit Ende vergangenen Jahres Deutschland-Chef von McDonald’s, nennt keine Geschäftszahlen mehr. Seine Vorgänger konnten seit dem Start in Deutschland 1971 Jahr für Jahr Erfolge verkünden, abgesehen von einem kleinen Ausrutscher 2003, als der Umsatz um 0,4 Prozent sank. Doch 2013 brachen die Einnahmen nach Schätzungen um fast fünf Prozent ein, obwohl McDonald’s 28 weitere Läden eröffnete.

Das Schweigen des Buletten-Primus hat einen erstaunlichen Grund: Wohl noch nie verspürten die Bundesbürger mehr Appetit auf Burger – allerdings nicht auf die des Marktführers, sondern auf die Exemplare neuer Anbieter, die in Großstädten immer mehr alternative Burger-Buden eröffnen.

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Cocktails statt Cola

Better Burger heißt der Trend. Einer, der die besseren Fleischklopse anbietet, ist Selim Varol, der im vergangenen Sommer in der Düsseldorfer Innenstadt seine erste Burger-Station aufmachte. Der Laden heißt What’s Beef und läuft inzwischen so gut, dass der 40-jährige Deutschtürke auch das benachbarte Geschäft anmietete. In den nächsten sechs Monaten will er zudem eine Filiale im Hamburger Schanzenviertel eröffnen. „Eine Immobilie habe ich schon gefunden“, sagt Varol.

Die neuen Anbieter unterscheiden sich teils deutlich von McDonald’s oder Burger King. So serviert Thomas Hirschberger, Gründer der Münchner Kette Hans im Glück, zwischen echten Birkenstämmen „Gourmet-Hamburger“, belegt mit Brie, Preiselbeeren oder Walnussbratlingen. „Damit sind wir eher eine Alternative zum Italiener oder Griechen“, sagt der 51-Jährige. Hirschberger hatte zuvor die Tex-Mex-Kette Sausalitos aufgebaut, die jetzt seine Frau führt. Wie dort servieren auch seine Burger-Läden Cocktails und Wein, die mehr Umsatz bringen als Cola oder Limo.

Zu den Pionieren der neuen deutschen Burger-Welle zählt das Berliner Restaurant Kreuzburger, das schon 1999 – im Schatten des BSE-Rindfleisch-Skandals – eröffnete und Brötchen mit Biofleisch anbietet. Inzwischen betreibt Inhaber Mahir Alkan Ableger in den Berliner Bezirken Friedrichshain und und Prenzlauer Berg.

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