Hauptstadtflughafen: Wowereit gibt Entwarnung

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Hauptstadtflughafen: Wowereit gibt Entwarnung

Er wird noch mehr Geld kosten: der neue Berliner Hauptstadtflughafen. Der Der Aufsichtsrat prüft nun die jüngsten Zahlen - sein Chef, Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, gibt nur für dieses Jahr Entwarnung.

Die Mehrkosten und das Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen sind die beherrschenden Themen einer Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag. Zuletzt war einem möglichen Nachschlag von 1,1 Milliarden Euro für den Bau in Schönefeld bei Berlin die Rede. Bislang sind 4,3 Milliarden Euro bewilligt. Der Aufsichtsratschef und Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, es werde am Freitag um die Wirtschaftspläne für 2014 und die finanzielle Situation gehen. Für dieses Jahr reichten die bislang zusätzlich bewilligten 1,2 Milliarden Euro noch aus. „Ich gehe davon aus, dass genügend Spielraum für 2014 da ist“, fügte Wowereit am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus hinzu. Wie viel von dem Geld ausgegeben werde, hänge maßgeblich vom Fortschritt der Lärmschutzmaßnahmen ab. Der Finanzausschuss des Aufsichtsrats wollte am Donnerstagabend über den aktuellen Stand beraten.

Der Flughafen Berlin Brandenburg sollte ursprünglich im Oktober 2011 in Betrieb gehen. Schwere Planungs- und Baumängel vor allem beim Brandschutzsystem haben dazu geführt, dass bis heute unklar ist, wann das neue Terminal eröffnet werden kann. Der Umbau der Brandschutzanlage geht nur schleppend voran. Wowereit sagte im Parlament mit Blick auf Freitag: „Ein Terminplan zur Eröffnung wird nicht vorgelegt werden können, da die notwendigen Baufortschritte an der Entrauchungsanlage noch nicht so weit einzuschätzen sind.“

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Ein längeres Nachtflugverbot an dem künftigen Flughafen lehnt die Bundesregierung entschieden ab. „Wer die Flugzeiten weiter einschränken will, der sorgt dafür, dass dieser Flughafen nicht wirtschaftlich arbeiten wird, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Eine Ausweitung des genehmigten Flugverbots über die Zeit zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr hinaus sei für den Bund als Mitgesellschafter des Flughafens nicht akzeptabel. Brandenburg strebt an, die Nachtruhe zumindest frühmorgens um meine Stunde bis 6.00 Uhr zu verlängern. Die Länder Brandenburg und Berlin sind mit jeweils 37 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt, der Bund mit 26 Prozent.

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