Herbalife-Mandat niedergelegt: KPMG von Insiderskandal erschüttert

Herbalife-Mandat niedergelegt: KPMG von Insiderskandal erschüttert

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KPMG hat sein Mandat für den Diätmittel-Anbieter Herbalife niedergelegt.

Peinliche Panne bei der Beratungsgesellschaft KPMG: Ein hochrangiger Partner soll Informationen veruntreut haben, die ein Dritter zu Aktiengeschäften nutzen konnte. Das FBI hat sich in den Fall eingeschaltet.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG wird von einer Insiderhandelsaffäre erschüttert. Ein hochrangiger KPMG-Partner in Los Angeles habe offenbar Informationen an eine dritte Person weitergegeben, die diese dann zu Aktiengeschäften genutzt habe, teilte KPMG mit. Von dem Partner habe man sich inzwischen getrennt und die Mandate von zwei Firmen zurückgegeben.

Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, soll der mittlerweile entlassene Partner namens Scott London im Gegenzug Geschenke und Bargeld erhalten haben. Er war für den Schuhhersteller Skechers und den Diätmittel-Anbieter Herbalife zuständig. London sagte gegenüber dem WSJ, er bedauere es, "nicht öffentliche Daten" weitergegeben zu haben. Er habe dies bereits seit einigen Jahren getan, KPMG sei jedoch nicht für sein Handeln verantwortlich. "Was ich getan habe, war falsch", sagte der in Los Angeles arbeitende London der Zeitung.

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An wen Scott London die Tipps weitergegeben hatte, ist noch nicht bekannt. Es soll sich dem Bericht nach aber nicht um einen professionellen Investor handeln. London erklärte, er habe keine wirklich brisanten Informationen ausgeplaudert, sondern nur Aussagen wie: "Bei denen läuft es nicht so gut" gemacht. Er wisse auch nicht, wie stark die Person von den Informationen profitiert habe.

Beide Unternehmen gaben selbst am Dienstag bekannt, dass KPMG die Mandate niedergelegt hat. "Wir haben keinen Grund zur Annahme, dass es in den Finanzberichten dieser Firmen wesentliche Fehler gibt", hieß es in der Mitteilung von KPMG. Darüber hinaus wollte sich die Gesellschaft nicht weiter zu dem Vorfall äußern. Skechers und Herbalife müssen sich nun neue Buchführer suchen.

Inzwischen schalteten sich nach Auskunft einer mit der Angelegenheit vertrauten Person die Bundespolizei FBI und die Börsenaufsicht SEC ein; beide ermitteln jetzt wegen Insiderhandels. KPMG musste sich nach der Finanzkrise bereits schwere Vorwürfe von Regulierern und Anlegern gefallen lassen, Probleme bei großen Banken und Finanzdienstleistern nicht frühzeitig bemerkt zu haben, berichtet das WSJ.

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