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HermesHermes führt 2018 Preiszuschlag für Weihnachtspakete ein

Der Paketdienst Hermes will im kommenden Weihnachtsgeschäft die Preise anheben. „Wir werden 2018 einen Preiszuschlag für das Weihnachtsgeschäft einführen“, sagte Frank Rausch, Geschäftsführer von Hermes in Deutschland, der WirtschaftsWoche.Jacqueline Goebel 01.12.2017 - 08:00 Uhr
Foto: obs

Onlinehändler und Verbraucher sollen dann mehr Geld für von ihnen versendete Pakete zahlen. Details zu Zeitraum und Höhe des Weihnachtszuschlags will Hermes auf Basis der Erkenntnisse aus dem Weihnachtsgeschäft 2017 festlegen. In den USA hat der Paketdienst UPS bereits in diesem Jahr seine Preise für die Hochsaison um 27 Cent angehoben.

Hermes will durch den Preiszuschlag die Paketflut an Weihnachten eindämmen. Das Weihnachtsgeschäft ist für die Paketdienste die stressigste Zeit des Jahres. An den Rekordtagen verteilen sie bis zu 15 Millionen Pakete, fast doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Tag. „Der Markt kommt an seine kapazitären Grenzen“, sagte Rausch. Es mangele vor allem an Personal. Hermes sucht für dieses Weihnachtsgeschäft allein 6000 Aushilfen.

„Der Arbeitsmarkt ist stark limitiert. Es wird immer schwieriger, Zusteller zu finden, die bereits sind diesen wichtigen aber wenig Wert geschätzten Job zu übernehmen.“ Auch die Paketzentren, in denen die Anbieter die Sendungen sortieren, geraten an ihre Grenzen. „Im aktuellen Weihnachtsgeschäft haben wir erstmals Mengenobergrenzen definiert. Das heißt, wir haben mit unseren Kunden feste Kontingente verabredet,“ sagte Rausch. Sollten die Kunden am Ende mehr Pakete übergeben wollen als angekündigt, müssen sie dafür höhere Preise zahlen.

Die Maßnahme sei ein erster Schritt, um die Preise an die immer weiter wachsende Nachfrage anzupassen. „Wir beobachten die Verbreitung einer gefährlichen Null-Versandkostenmentalität“, sagte Rausch. „Der Preis, den der Handel bereit ist für ein Paket zu zahlen, ist schlichtweg nicht auskömmlich.“

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