
WirtschaftsWoche: Ist Ihre Partei, die FDP, eine wirtschaftsfreundliche Partei?
Florian Rentsch: Ja. sicher.
Aber Sie als Minister schnüren aus Sicht der deutschen Luftverkehrsbranche dem Frankfurter Flughafen durch eine extrem strenge Nachtflugregelung die Luft ab.
Diese Behauptung ist falsch. Ich war immer für den Ausbau des Frankfurter Flughafens und kämpfe massiv gegen die Luftverkehrsabgabe, die volkswirtschaftlich schädlich ist.
Bild: APDie wichtigsten europäischen Airports sind...
...auf Platz 10: London Gatwick
Der Londoner Airport verschlechtert sich gegenüber 2010 um einen Platz. 33,3 Millionen Passagiere zählte Gatwick. Mit 88 Tonnen Fracht liegt er deutlich hinter anderen europäischen Flughäfen. Exakt 243.084 Mal starteten und landeten Ferien- und Frachtflieger im vergangenen Jahr.
Bild: dapdPlatz 9: Barcelona El Prat
Die Betreiber des spanischen Flughafens können sich über ein deutliches Plus gegenüber 2010 freuen. Die Zahl der Passagiere stieg um knapp 18 Prozent von 29,2 Millionen auf 34,4 Millionen Fluggäste. El Prat verbessert sich damit um einen Platz gegenüber dem Vorjahr. Die Spanier zählten rund 25.000 mehr Starts und Landungen und brachten es damit auf 303.047 Flugbewegungen. Der Frachtumschlag ging um 7,4 Prozent auf 96.568 Tonnen zurück.
Bild: ReutersPlatz 8: Fiumicino, Rom
Die Betreiber des römischen Flughafens haben noch keine Zahlen für das Gesamtjahr 2011 veröffentlicht. 2010 zählten sie 36,3 Millionen Passagiere, 164.555 Tonnen Luftfracht und 329.269 Starts und Landungen, danach belegt Fiumicino aktuell Platz acht.
Bild: REUTERSPlatz 7: Istanbul, Atatürk-Airport
Die Betreiber des Flughafens Istanbul, TAV Airports Holding, verzeichneten 2011 ein deutliches Passagierplus gegenüber 2010. Die Zahl der Fluggäste stieg von 32,2 Millionen auf 37,5 Millionen. Damit liegt der türkische Airport nur knapp hinter ....
Bild: dpaPlatz 6: München, Franz-Josef-Strauß
Auch der Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt hat sich gegenüber 2010 deutlich gesteigert. Die Passagierzahl stieg von 34,7 Millionen auf 37,8 Millionen. Damit sichert sich München den sechsten Platz im Ranking der europäischen Flughafen. Der Frachtumschlag lag bei 304.102 Tonnen, die Flughafenbetreiber registrierten 408.135 Starts und Landungen.
Bild: ReutersPlatz 5: Madrid-Barajas
Über den Flughafen der spanischen Metropole reisten 2011 insgesamt 49,7 Millionen Passagiere. Damit weist Barajas annährend so viele Fluggäste aus wie 2010, damals waren es knapp 49,9 Millionen.
Bild: ReutersPlatz 4: Amsterdam, Schiphol
49, 8 Millionen Passagiere sind im Jahr 2011 auf dem Amsterdamer Flughaften Schiphol gelandet oder haben von dort ihre Reise begonnen. Das sind 10,2 Prozent mehr als im Vorjahr, damals waren es 45,2 Millionen Fluggäste. Der Frachtumschlag spielt nahezu keine Rolle und stagniert bei 1,5 Millionen Tonnen. Der Anteil der Flugbewegungen nahm um 8,8 Prozent zu und stieg von 386.319 auf 420.245 an.
Bild: dpaPlatz 3: Fraport Frankfurt
In der Summe brach 2011 alle bisherigen Passagierrekorde in der Geschichte des Frankfurter Flughafens. Die Zahl von 56,44 Millionen Fluggästen lag um 6,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Damit erwies sich die Prognose von Fraport-Chef Stefan Schulte, der Anfang letzten Jahres einen Zuwachs im oberen Bereich der Spanne von vier bis sieben Prozent vorhergesagt hatte, quasi als „Punktlandung“.
Die Flugbewegungen stiegen um 4,9 Prozent auf 487.162 Starts und Landungen. Nach außergewöhnlichen Zuwächsen bei der Luftfracht in 2010 zeigte die globale wirtschaftliche Abkühlung im Verlauf des letzten Jahres zunehmend ihre Wirkung. Mit insgesamt 2,17 Millionen Tonnen verringerte sich der Frachtumschlag um 2,8 Prozent
Bild: dpaPlatz 2: Paris, Charles de Gaulle
2011 voraussichtlich: 60 – 61 Millionen
Die Zahlen für das komplette Jahr 2011 liegen für den Pariser Flughafen noch nicht vor. Von Januar bis einschließlich November reisten 56,3 Millionen Fluggäste über Paris CDG. Im Dezember 2010 zählte de Gaulle 4,3 Millionen Fluggäste. Vorausgesetzt der Flughafen zählt im Dezember 2011 ähnlich viele Passagiere, erreicht Frankreichs größter Flughafen ein Jahresergebnis von 60 bis 61 Millionen Fluggästen. Platz zwei in Europa.
Bild: ReutersPlatz 1: London Heathrow
London Heathrow schleuste 69,4 Millionen Passagiere durch seine Gates, 2010 waren es nur 65,7. Die Zahl der Starts und Landungen stieg von 449.220 auf 476.197. Damit ist die maximale Auslastung des Londoner Flughafens von 480.000 Flugbewegungen annähernd erreicht.
Eine besondere Herausforderung erwartet Heathrow im Sommer, wenn London Austragungsort der Olympischen Spiele wird. Der Betreiber BBA rechnet zwischen Juli und September mit 125.000 Athleten, Zuschauern und Medienvertretern, die über Heathrow anreisen.Quellen: eigene Recherchen; ACI Airports International 2010
Die wichtigsten europäischen Airports sind...
...auf Platz 10: London Gatwick
Der Londoner Airport verschlechtert sich gegenüber 2010 um einen Platz. 33,3 Millionen Passagiere zählte Gatwick. Mit 88 Tonnen Fracht liegt er deutlich hinter anderen europäischen Flughäfen. Exakt 243.084 Mal starteten und landeten Ferien- und Frachtflieger im vergangenen Jahr.
Aber nicht gegen das strenge Nachtflugverbot.
Wir sind eben nicht nur eine wirtschaftsfreundliche, sondern auch eine Rechtsstaatspartei. Darum ist der Planfeststellungsbeschluss, also die Genehmigung zum Ausbau und zum Betrieb des Flughafens, für uns bindend. Das gilt in beide Richtungen: also sowohl in Richtung der Bürgerinitiativen und Ausbaugegner, die gerne längere Ruhezeiten als die bisherigen von 23 Uhr bis 5 Uhr morgens wollen, aber auch gegenüber den Millionen Flughafennutzern, die längere Öffnungszeiten fordern. Alle müssen sich daran halten: in der Zeit zwischen 23 und 5 Uhr gilt 0 planmäßige Nachtflüge. Ausnahmen sind streng geregelt. Da gibt es von uns für keine Seite Rabatt, auch nicht, wenn die Debatte zurzeit sehr aufgeregt geführt wird.
Ist Ihr Haus nicht doch zu streng? Immerhin mussten die Fluglinien seit Beginn des Nachtflugverbots bereits mehr als 120 Flüge absagen und gut 20 000 Menschen die Nacht im Terminal verbringen.
Die Bürgerinitiativen werfen uns vor, wir seien zu lax, weil wir in deren Augen zu viele Ausnahmen, also Starts nach 23 Uhr zugelassen haben. Das widerlegt die Botschaft, wir wären da einseitig.
Also halten Sie ihre Entscheidungen nicht für zu streng?
Wir entscheiden weder zu rigide, noch zu locker, sondern innerhalb des Rahmens, der uns durch Recht und Gesetz gegeben ist.
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