Hochgeschwindigkeitszüge: China steckt 480 Milliarden Euro in Ausbau des Zugnetzes

Hochgeschwindigkeitszüge: China steckt 480 Milliarden Euro in Ausbau des Zugnetzes

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Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube überreicht 2013 einen Blumenstrauß bei der Einfahrt des ersten Güterzugs aus der chinesischen Stadt Zhengzhou in Hamburg.

China hat bereits das längste Schnellzugnetz der Welt. In den nächsten fünf Jahren sollen weitere 1. 000 Kilometer hinzukommen. Von den massiven Investitionen will auch die Deutsche Bahn profitieren.

China will sein Netz für Hochgeschwindigkeitszüge mit einer gewaltigen Milliarden-Investition weiter ausbauen. Bis 2020 soll das Schienennetz für Schnellzüge auf 30.000 Kilometer vergrößert werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Weißbuch des Transportministerium.

Damit würde das schon heute längste Schnellzugnetz der Welt noch einmal um rund 11.000 Kilometer wachsen. 80 Prozent aller Großstädte seien dann in vier Jahren per Schnellzug erreichbar. Laut Vize-Verkehrsminister Yang Yudong sollen für den Ausbau des gesamten Zugnetzes, der schon zuvor in Aussicht gestellt worden war, rund 3,5 Billionen Yuan (480 Milliarden Euro) investiert werden.

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Erst am Mittwoch wurde in China eine der längsten Schnellzugstrecke der Welt eingeweiht. Die neue Strecke, die Shanghai und das 2250 Kilometern entfernte Kunming verbindet, verkürzt die Reisezeit zwischen den Metropolen von über 35 auf rund zehneinhalb Stunden.

Die nächsten 15 Giganten aus China

  • Platz 1

    Unternehmen: Hengtong Optic-Electric
    Branche: Elektronik

    Umsatz 2012: 7.804 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 46,5 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: **
    Strategie: ***

    Quelle: Accountantcy Futures Academy: "China's 100 next global giants"

  • Platz 2

    Unternehmen: Huapont-Nutrichem
    Branche: Chemie

    Umsatz 2012: 3.877 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 39,7 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 3

    Unternehmen: Zhejiang Dahua Technology
    Branche: Computer und Kommunikation

    Umsatz 2012: 3.531 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 44,1 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: **
    Strategie: ***

  • Platz 4

    Unternehmen: iSoftStone Holdings
    Branche: Internet und Information

    Umsatz 2012: 2.434 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 35,1 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 5

    Unternehmen: Hangzhou Hikvision Digital Technology
    Branche: Computer und Kommunikation

    Umsatz 2012: 7.214 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 37,5 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: **
    Strategie: ***

  • Platz 6

    Unternehmen: Hosa International
    Branche: Textil und Kleidung

    Umsatz 2012: 5,352 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 40,7 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: *
    Strategie: ***

  • Platz 7

    Unternehmen: Hongfa Technology
    Branche: Elektronik

    Umsatz 2012: 3,008 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 31,4 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 8

    Unternehmen: Zhejiang Wangfeng Auto Wheel
    Branche: Automobil

    Umsatz 2012: 4.091 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 31,5 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 9

    Unternehmen: Anhui Zhongding Sealing Parts
    Branche: Gummi und Plastik

    Umsatz 2012: 3.369 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 31,1 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 10

    Unternehmen: Beijing Zhongke Sanhuan Hi-Tech
    Branche: Computer und Kommunikation

    Umsatz 2012: 4.934 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 30,2 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: ***
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 11

    Unternehmen: Zhongli Science and Technology
    Branche: Elektronik

    Umsatz 2012: 6.326 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 37,3 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: **
    Strategie: ***

  • Platz 12

    Unternehmen: Ningxia Zhongyin Cashmere
    Branche: Textil und Bekleidung

    Umsatz 2012: 2.426 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 32,2 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 13

    Unternehmen: Shenzhen Desay Battery Technology
    Branche: Elektronik

    Umsatz 2012: 3.195 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 37,8 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: **

  • Platz 14

    Unternehmen: Pactera Technology International
    Branche: Internet und Information

    Umsatz 2012: 2.266 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 31,7 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: ***
    Strategie: ***

  • Platz 15

    Unternehmen: China XD Plastics
    Branche: Chemie

    Umsatz 2012: 3.785 Millionen Yuan
    Jährliches Wachstum 2008-2012: 49,2 Prozent

    Dominanz auf dem Heimatmarkt: **
    Internationale Präsenz: *
    Strategie: **

China erhofft sich durch den Bau zusätzlicher Infrastruktur auch einen Schub für das Wirtschaftswachstum, das zwar im Vergleich zu anderen Länder noch immer hoch liegt, mit 6,7 Prozent jedoch zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen war. Einige Ökonomen sind der Meinung, dass China der Modernisierung seiner Industrie mehr Aufmerksamkeit schenken müsse, statt die Wirtschaft durch den Bau immer neuer Straßen und Schienen zu stützen.

China setzt allerdings auch darauf, seine Schnellzüge künftig verstärkt ins Ausland zu verkaufen. Und nicht nur die: Auch in das Geschäft mit Magnet-Schwebebahnen wollen die Chinesen einsteigen. Im Oktober hatte Chinas größter Zugbauer CRRC angekündigt, eine eigene Magnet-Schwebebahn entwickeln zu wollen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 600 Kilometern pro Stunde erreichen soll. Die einzige Magnet-Schwebebahn, die derzeit in China fährt, ist ein deutscher Transrapid, der den Flughafen von Shanghai mit der Innenstadt verbindet.

Fakten zum Personenverkehr der Deutschen Bahn

  • 2006

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,854 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 69,5 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +2,9 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 43,0 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 34.100 Kilometer

    Quelle: Statista.de/Deutsche Bahn

  • 2007

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,835 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 70,5 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +5,6 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 42,1 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 34.000 Kilometer

  • 2008

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,92 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 74,7 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +2,9 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 44,2 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.900 Kilometer

  • 2009

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,908 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 73,2 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +3,9 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 45,1 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.700 Kilometer

  • 2010

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,95 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 77,8 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +1,89 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 48,0 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.700 Kilometer

  • 2011

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 1,981 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 76,1 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +0,0 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 46,8 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.600 Kilometer

  • 2012

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 2,152 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 76,6 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +3,9 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 50,3 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.500 Kilometer

  • 2013

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 2,235 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 78,8 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +2,8 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 50,7 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.400 Kilometer

  • 2014

    Anzahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr: 2,254 Milliarden Fahrgäste
    Anzahl der Reisenden mit dem ICE: 78,0 Millionen Fahrgäste
    Preisentwicklung im Fernverkehr: +2,5 Prozent
    Auslastung der Züge im Fernverkehr: 49,9 Prozent
    Betriebslänge des Schienennetzes: 33.400 Kilometer

Auch für die Deutsche Bahn wird das Geschäft mit China immer wichtiger. „Als Partner können wir von der Wachstumsstory der Chinesen profitieren“, sagte Bahn-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla der „Welt“. Der Güterverkehr auf der Tausende Kilometer langen Strecke zwischen Deutschland und China hat im abgelaufenen Jahr deutlich zugelegt.

Mit mehr als 40.000 Containern habe die Bahn das bislang größte Gütervolumen über die längste Eisenbahnstrecke der Welt bewegt, teilte der Konzern am Donnerstag in Berlin mit. Im Vorjahr waren es noch 35.000 Container auf der Strecke. Pofalla kündigte an, bis zum Jahr 2020 solle die Zahl der Container auf rund 100.000 gesteigert werden. Die Fahrten über die 10.000 bis 12.000 Kilometer langen Strecken dauerten in der Regel zwischen zwölf und 16 Tagen, inklusive mehrerer Verladungen der Container auf andere Spurweiten. Damit erreichten Güter auf der Schiene ihr Ziel in der Hälfte der Zeit, die der Transport per Schiff dauere. Die Bahn beliefere zum Beispiel ein BMW-Autowerk in China.

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