Hoffnung für 3000 Beschäftigte: Burger-King-Franchiser unterbreitet Lösungsvorschlag

Hoffnung für 3000 Beschäftigte: Burger-King-Franchiser unterbreitet Lösungsvorschlag

Bild vergrößern

Ein Mädchen versucht vergeblich, die Türe einer geschlossenen Burger King-Filiale zu öffnen. Der gekündigte Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko Holding hat die meisten seiner 89 Filialen inzwischen gezwungenermaßen dichtgemacht.

Vorsichtiger Optimismus beim Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko: Mit seinem Lösungsvorschlag setzt er auf die Wiedereröffnung der 89 geschlossenen Schnellrestaurants. 3000 Jobs sind derzeit gefährdet.

Hoffnungsschimmer für die 3000 Beschäftigten des gekündigten Burger-King-Franchisenehmers Yi-Ko: Die zu dem Franchiser gehörende Burger King GmbH will einen Forderungskatalog des Gesamtbetriebsrats umsetzen, wie Yi-Ko-Anwalt Walter Scheuerl am Freitag sagte. „Wenn da alle einverstanden sind, gibt es der Sache nach nicht mehr den geringsten Grund, die Belieferung nicht wieder aufzunehmen“. Burger King Europe prüfte den Vorschlag am Freitagabend noch.

„Das ist sicherlich erst mal ein positives Signal in Richtung Arbeitnehmer und vielleicht auch in Richtung Burger King“, sagte Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Wichtig seien nun klare Perspektiven für die Mitarbeiter.

Anzeige

So funktioniert das Franchise-System

  • Was Franchising bedeutet

    Beim Franchisesystem läuft das Geschäft über rechtlich selbstständige Unternehmer. Diese Franchisenehmer dürfen gegen Gebühr das Geschäftskonzept eines Franchisegebers nutzen, bestimmte Markennamen verwenden, Produkte herstellen und vertreiben. Der Franchisegeber erspart sich so den Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes.

    Quelle:dpa

  • Woher es kommt

    Die Idee des Franchising (englisch für: „eine Konzession geben“) stammt aus den USA. Der Franchisegeber unterstützt seine Partner auch beim Aufbau und der Führung des Betriebs. Anders als beim Filialsystem tragen beim Franchising die jeweiligen Unternehmer vor Ort das unternehmerische Risiko.

  • Wer es macht

    Nach Angaben des Deutschen Franchise-Verbandes gab es 2013 bundesweit 76.500 Franchisenehmer mit insgesamt 525.000 Beschäftigten. Die bekanntesten Beispiele finden sich in der Gastronomie wie McDonald's oder Burger King.

Geplant ist neben einer Tarifbindung und einem Ausgleich aller finanziellen und sonstigen Forderungen der Beschäftigten eine „arbeitsvertraglich korrekte Bezahlung“. Die Löhne und Gehälter für die rund 3000 Beschäftigten der geschlossenen Schnellrestaurants seien gesichert, erklärte Anwalt Scheuerl. Um den Standards der Kette gerecht zu werden, würden alle 89 Restaurants „mit ausreichend Personal ausgestattet“.

Zudem wolle die Burger King GmbH regelmäßig das Gespräch mit den Arbeitnehmer-Vertretern suchen. Die vor Münchner Gerichten anhängigen Verfahren im Zusammenhang mit der Franchise-Kündigung würden eingestellt. „Jetzt liegt der Ball im Spielfeld der anderen Seite“, betonte der für die Hamburger Anwaltskanzlei Graf von Westphalen tätige Anwalt.

Der Betriebsrat hatte Yi-Ko-Alleineigentümer Alexander Kolobov und Burger King Europe am Vortag aufgefordert, die Grundlage für eine schnelle und dauerhafte Wiedereröffnung zu schaffen. Miteigentümer Ergün Yildiz hatte sich aus dem Unternehmen zurückgezogen und seine Anteile an Kolobov abgegeben hat. Kolobov hofft nach dem Eigentümerwechsel auf einen Neuanfang.

Die Fast-Food-Kette hatte ihrem größten deutschen Franchisenehmer fristlos gekündigt und ihm die Nutzung von Firmenlogo, Produktnamen, Arbeitskleidung und Außenwerbung gerichtlich verbieten lassen. Yi-Ko habe sich wiederholt nicht an vertraglich vereinbarte Arbeitsbedingungen gehalten, begründete die Fast-Food-Kette ihren Schritt.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%