Hohe Passagierzahlen: Deutsche Bahn stellt Umsatzrekord in Aussicht

, aktualisiert 26. Juli 2017, 12:03 Uhr
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Eine gute Konjunktur und Passagier-Rekorde im Fernverkehr stimmen die Deutsche Bahn optimistischer denn je. Das Unternehmen erwartet für 2017 einen Umsatzrekord von 42,5 Milliarden Euro.

Die weltweit robuste Konjunktur und Passagier-Rekorde im Fernverkehr machen die Deutsche Bahn optimistischer. Aufgrund des Gewinn- und Umsatzschubs im ersten Halbjahr würden die Ziele für das Gesamtjahr angehoben, kündigte Bahnchef Richard Lutz am Mittwoch in Berlin an und bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gesamtjahr wird jetzt ein Umsatzrekord von über 42,5 Milliarden Euro (bisher: 41,5 Milliarden) sowie ein Betriebsgewinn von mindestens 2,2 Milliarden Euro (bisher: 2,1 Milliarden) anvisiert. "Unser Kurs stimmt", sagte Lutz. "Wir haben Wind unter den Flügeln, aber mental heben wird nicht ab."

Deutsche Bahn Bahn soll schneller bauen

Die Deutsche Bahn soll schneller und kostengünstiger bauen. Dazu hat der Staatskonzern mit der Bundesregierung eine Finanzierungsvereinbarung für künftige Planungen geschlossen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Quelle: dpa

Im ersten Halbjahr steigert der Konzern seinen Umsatz um gut fünf Prozent auf 21 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte vor allem wegen des Booms von IC und ICE sogar um 17 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro.

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Die Fahrgastzahl in ICE und Intercitys lag im ersten Halbjahr bei 68,3 Millionen, ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei wurde eine Pünktlichkeitsquote von 81,0 Prozent erreicht, eine Verbesserung um 2,6 Prozentpunkte. Im Regionalverkehr blieb die Quote unverändert bei 93,2 Prozent.

Außerdem hat die Deutsche Bahn den geplanten Kauf von bis zu 100 Güterlokomotiven bestätigt. In einer ersten Tranche würden 60 Stück bestellt, kündigte Güterverkehrs-Vorstand Berthold Huber an. Das Auftragsvolumen für diese Loks liege bei rund 250 Millionen Euro. Huber wollte nicht sagen, bei welchem Lieferanten die Loks geordert werden. Nach Reuters-Informationen aus Konzernkreisen sollen Vectron-Loks bei Siemens bestellt werden. Das Gesamtvolumen für alle 100 Loks liegt den Angaben zufolge bei gut 370 Millionen Euro.

Die Bahn-Gütersparte hat ihren Sanierungskurs mit dem Verkauf von Loks und Verschrotten von Güterwaggons sowie einem Stellenabbau praktisch gestoppt. Sie will jetzt angesichts der guten Konjunktur wieder investieren.

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