Imagewechsel?: Passagiere wütend und enttäuscht über Ryanair

ThemaLuftfahrt

Imagewechsel?: Passagiere wütend und enttäuscht über Ryanair

In einer Umfrage zur Kundenzufriedenheit der 100 größten britischen Unternehmen wird Ryanair auf den letzten Platz verwiesen. Kommt jetzt der große Imagewechsel?

Auch das noch: Die irische Fluglinie Ryanair muss sich seit Jahren den Ruf als Abzocker-Airline gefallen lassen, erhebt sie doch für fast jeden Handschlag extra Gebühren. Jetzt verpassten die Briten der Fluggesellschaft in einer Umfrage zur Kundenzufriedenheit der 100 größten britischen Unternehmen auch noch den letzten Platz.Auf die Frage "Are you being served?" des Verbrauchermagazins „Which?“ gaben 3.331 Briten ihre Ansichten kund und bewerteten die hundert größten Unternehmen Großbritanniens in sechs Kategorien – wie etwa "Kenntnisse der Mitarbeiter", "Freundlichkeit" oder auch "Problemlösung" und "Wertschätzung als Kunde".

Beim Billigflieger Ryanair herrsche eine "aggressive und feindlich gesinnte Einstellung gegenüber Kunden", heißt es in den Antworten. "Mitarbeiter sind unhöflich und unangenehm", ist zu lesen. Ein anderer Befragter gibt an: "Mittlerweile zahle ich lieber 50 Pfund mehr für meine Flüge und werde wie ein Mensch behandelt". Ryanair, so berichtet Travel Mole, zieht die Umfrage ins Lächerliche. So basiere "die unnütze Umfrage auf 3.300 Menschen, ihre Hamster, Rennmäuse und Goldfische eingeschlossen".

Anzeige

Das Unternehmen sollte die Häme lieber ernst nehmen, hat es sich doch gerade selbst einen Imagewechsel hin zur kundenfreundlichen, nachsichtigen  Fluggesellschaft verpasst. Erst am Freitag kündigte der irische Konzern auf der Hauptversammlung eine Kehrtwende an. Man wolle von der "brüsken Kultur" wegkommen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. "Wir sollten versuchen, Dinge zu verhindern, die Kunden unnötig verärgern."

Deswegen werde Ryanair künftig mehr Nachsicht bei der Inrechnungstellung von Übergepäck walten lassen und die Kommunikationsstrategie mit dem Kunden überarbeiten. Dazu gehöre auch die Verbesserung der Internetseite. O'Leary dürfte nicht nur die öffentliche Kritik, sondern auch die jüngsten Geschäftsprobleme zum Strategiewechsel bewegt haben. Erstmals seit zehn Jahren könnte die Airline ihre Gewinnziele von 570 bis 600 Millionen Euro im Geschäftsjahr zu Ende März verfehlen.

Aktionär: „Ich habe Menschen gesehen, die geweint haben“

weitere Artikel

Am Freitag hatten sich mehrere Aktionäre auf der Hauptversammlung über den rüden Umgang des Konzerns mit Passagieren beschwert. "Ich habe Menschen gesehen, die geweint haben", sagte Kleinaktionär Owen O'Reilly. Ryanair hat in den vergangenen Jahren viele Kunden verärgert, indem das Unternehmen versuchte, mit immer weiteren Einsparungen zu punkten. Dies machte den EasyJet -Konkurrenten zwar zu einer der größten Fluggesellschaften weltweit, nun scheint das schlechte Image die Wachstumsaussichten jedoch zu schmälern. Wegen des schlechten Rufs, der beispielsweise auch durch neue Gebühren für das Ausdrucken der Bordpässe durch die Mitarbeiter am Flugschalter untermauert wurde, buchen viele potenzielle Kunden aus Prinzip keine Flüge mit den Iren mehr. Davy Research-Analyst Stephen Furlong sagte: "Sie ändern ihr Geschäftsmodell zwar nicht fundamental, aber trotzdem ist dies wichtig."

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%