Insolvenzverwalter: Das Insolvenzkanzlei-Ranking 2013

Insolvenzverwalter: Das Insolvenzkanzlei-Ranking 2013

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2013 wurden nach bisherigem Stand 8700 vorläufige Unternehmensinsolvenzverfahren eingeleitet, 409 mehr als 2012.

von Henryk Hielscher

Sanierungsfälle und Pleiten gab es 2013 mehr als genug. Welche Kanzleien im vergangenen Jahr die meisten Pleitefälle bearbeitet haben.

Was brachte das Jahr 2013 Deutschlands großen Insolvenzkanzleien? Erstaunlich viel Arbeit. So zumindest lassen sich die Ergebnisse eine Erhebung der Online-Plattform Insolvenz-Portal zusammenfassen. Der Betreiber der Plattform, der Karlsruher Informationsdienstleister STP Portal, wertet für wiwo.de regelmäßig die Angaben deutscher Amtsgerichte zu Unternehmensinsolvenzen aus. Zudem versuchen die Experten, alle Schutzschirm- und Eigenverwaltungsverfahren zu erfassen. Das Resultat ist eine Rangliste der Top 50 Insolvenz-Kanzleien - und die hatten 2013 reichlich zu tun. Insgesamt 3676 vorläufige Verfahren über das Vermögen von Kapitalgesellschaften fanden 2013 Eingang in ihre Auftragslisten, 2012 waren es 3418 vorläufige Verfahren. 

Das Ergebnis überrascht: Angesichts der robusten Konjunktur hatten allerlei Statistiken zuletzt einen regelrechten Pleiteschwund in Deutschland diagnostiziert. „Klammert man die Insolvenzen von aktiven und ehemaligen Selbstständigen und Einzelkaufleuten allerdings aus und betrachtet nur die vorläufigen Verfahren von Kapital- und Personengesellschaften, also Unternehmen im engeren Sinne, ergibt sich ein Anstieg von knapp fünf Prozent“, erklärt Insolvenzportal-Chef Jens Décieux. Demnach wurden 2013  nach bisherigem Stand 8700 vorläufige Unternehmensinsolvenzverfahren eingeleitet, 409 mehr als 2012. Auch in den Bundesländern gab es deutliche Verschiebungen. „Während die Zahl der Verfahren in Berlin zurückging, stieg sie in Hamburg und Nordrhein-Westfalen“, so Décieux. „Im Saarland kam es sogar zu einem Anstieg um 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wenngleich die absolute Zahl der Verfahren im Saarland überschaubar bleibt.“  Unübersehbar ist auch die wachsende Bedeutung der durch die Insolvenzreform – kurz ESUG -  geschaffenen neuen Verfahrensvarianten. 

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„Es zeigt sich immer deutlicher, dass Schutzschirmverfahren und Eigenverwaltungen von der Praxis angenommen werden“, so Décieux. „In mindestens 253 Fällen nutzten Unternehmen im vergangenen Jahr die ESUG-Sanierungsmöglichkeiten. Seit der Insolvenzrechtsreform im März 2012 gab es insgesamt mindestens 433 ESUG-Verfahren.“

Jenseits der Makro-Ebene dominiert der Kampf um Verfahren und Mandate das  Tagesgeschäft. Wer konnte 2013 auftrumpfen, wer musste zurückstecken? Darauf gibt das  Ranking der 50 Top-Kanzleien Antwort. Da  allein die vorläufigen Insolvenzverfahren über Kapitalgesellschaften berücksichtigt wurden, die Größe und Vermögensmasse der jeweiligen Unternehmen aber nicht in die Analyse einflossen, lassen sich keine direkten Rückschlüsse auf den wirtschaftlichen Erfolg der einzelnen Kanzleien ziehen. Dennoch bietet die Aufstellung Hinweise auf die Reputation bei Gläubigern und Gerichten und zeigt, wer das Massengeschäft dominiert.

Um in den Reigen der 50 Top-Kanzleien vorzustoßen, galt es 2013 die Hürde von 33 vorläufigen Verfahren zu überwinden. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wer den Aufstieg geschafft hat.

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