Internationale Tourismusbörse : Das größte Reisebüro der Welt

Internationale Tourismusbörse : Das größte Reisebüro der Welt

von Christian Schlesiger

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Tourismusbörse ITB verkaufen die Aussteller an den Messebesucher auch Reisen. Im Vorfeld gab es deswegen ordentlich Zoff. 

In Halle 26 gleich hinter dem Eingang Süd präsentiert sich Indonesien als diesjähriger Hauptpartner der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Das Modell eines der traditionellen Segelschiffe, das Bugis Sulawesi, soll beim Eintreten in den doppelstöckigen Messestand für entsprechendes Urlaubsfeeling sorgen. 91 Unternehmen aus der südostasiatischen Region reisen mit. Und wenn es gut läuft, haben die Hoteliers und Tourenveranstalter aus Indonesien am Ende der Messe gleich schon eine Vielzahl von Reisen an sonnenhungrige Urlauber verkauft.

Es ist ein Novum in der 47-jährigen Geschichte der ITB: Erstmals dürfen auf der vom 6. bis 10. März in Berlin stattfindenden Messe am Wochenende auch Urlaubsreisen verkauft werden. Seit vergangenem Jahr hat der Messeveranstalter dafür die notwendige Genehmigung. Nun öffnet die ITB ihre Pforten als größtes Reisebüro der Welt mit mehr als 10.000 Ausstellern.

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Im Vorfeld gab es heftigen Widerstand gegen die Pläne. Als Hüter des stationären Vertriebs wollte der Deutsche Reiseverband (DRV) den Verkauf von Reisen partout verbieten. „Der Verkauf von Reisen auf einer Fachmesse ist für die gesamte Branche von Nachteil – besonders für die Reisebüros“, sagt DRV-Vizepräsident Otto Schweisgut. „Eine fundierte Fachberatung wie sie im Reisebüro üblich ist, kann im quirligen Messetreiben nicht realisiert werden.“ Kunden würde suggeriert, dass der Reisepreis verhandelbar wäre. „Sie werden kein Verständnis dafür haben, dass auf einer Messe ein Rabatt gewährt wird, den es im Reisebüro nicht gibt“, betont Schweisgut.

Die Sichtweise des DRV erscheint allerdings eher lobbygetrieben denn schlüssig. Das Publikumsinteresse an der ITB dürfte durch die Buchungsmöglichkeiten größer ausfallen denn je. 172.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr. Noch nie war es den Besuchern wirklich zu vermitteln, warum sie nur gucken dürfen, aber nicht auch buchen.

In einer Umfrage im vergangenen Jahr sprachen sich mehr als 60 Prozent der Messebesucher für einen Verkauf vor Ort aus. Auch Aussteller wie Fremdenverkehrsämter und Reiseveranstalter befürworten den Verkauf auf der Messe. Dass der Reiseverkauf auf der Messe gleich „für die gesamte Branche von Nachteil“ sein soll, wie DRV-Vize Schweisgut behauptet, erschließt sich angesichts solcher Umfrageergebnisse offenbar nur den DRV-Funktionären.

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