Internetportal kauft zu: Bei Airbnb zieht jetzt der Luxus ein

Internetportal kauft zu: Bei Airbnb zieht jetzt der Luxus ein

, aktualisiert 16. Februar 2017, 17:29 Uhr
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Der Vermittler von Luxus-Ferienhäusern hat über 4000 Villen weltweit im Programm.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ferienwohnungs-Plattform Airbnb kauft einen Vermittler von Luxus-Ferienhäusern. Mit der Übernahme von Luxury Retreats will das Start-up aus San Francisco auf einen rasch wachsenden Trend aufspringen.

San FranciscoAirbnb hat im Zuge seiner bisher größten Akquisition den Ferienwohnungs-Anbieter Luxury Retreats gekauft. Der Internetmarktplatz für das Buchen und Vermieten von Wohnungen macht damit einen weiteren Schritt hin zu einem internationalen Reisekonzern mit komplettem Serviceangebot.

Die Vereinbarung mit dem Verwalter hochpreisiger Mietwohnungen und Servicenagebote gab Airbnb am Donnerstag bekannt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass Airbnb bis zu 300 Millionen Dollar für Luxury Ressorts bezahlen könnte.

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Luxury Retreats hat über 4000 Immobilien weltweit im Programm und hat einen umfangreichen Betreuungsservice für Kunden aufgebaut. Diesen will Airbnb nun auch Nutzern seiner Internetplattform anzubieten. Besonders luxuriöse Ferienwohnungen sind ein wichtiger Wachstumsmarkt für die Reiseindustrie, die sich von der Vermietung hochpreisiger Immobilien an gut betuchte Weltenbummler höhere Gewinnmargen verspricht.

Europas größter Hotelkonzern Accor teilte erst diesen Monat mit, in Verhandlungen mit Travel Keys zu stehen, einem Makler für private Villen in Florida, der Karibik und Mexiko. Das US-Online-Reisebüro Expedia will den hauseigenen Anbieter für Luxus-Urlaube, Home-Away, weiter ausbauen und reagiert damit auf einen Trend, in dessen Zuge sich Kunden immer mehr vom traditionellen Geschäft der Hotelbuchung wegbewegen.

Luxury Retreats gab in einer Mitteilung bekannt, der Hauptsitz des Unternehmens verbleibe im kanadischen Montreal.Firmenchef Joe Poulin werde sich außerdem Airbnb anschließen. Unter Airbnb-Chef Brian Chesky soll er sich dort zukünftig um die Betreuung von Luxus-Wohnungen kümmern.

Der Kauf von Luxury Retreats ist nur der erste von mehreren Deals, mit denen Beobachter bei Airnbnb 2017 rechnen. Das Unternehmen erwäge derzeit mehrere Zukäufe oder Kooperations-Vereinbarungen, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen erklärten. Ziele seien Vergleichsportale für Flugpreisen, Finanzdienstleister und bessere Tools für Preisvergleiche. Private Wohnungsanbietern auf dem Internet-Marktplatz von Airbnb sollten so die Möglichkeit bekommen, mehr Geld zu verdienen, wie die Konzerninsider erklärten. Airbnb habe außerdem vor, Geschäfte in China und in Indien zu tätigen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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