Ist Uber "moderner Sklaverei"?: Gewerkschaft warnt vor Ausbeutung durch Online-Firmen

Ist Uber "moderner Sklaverei"?: Gewerkschaft warnt vor Ausbeutung durch Online-Firmen

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Ist Taxi-Dienst Uber wirklich moderne Sklaverei?

Geschäftsmodelle der sogenannten Share-Economy könnten Arbeitnehmerrechte massiv untergraben, befürchtet DGB-Chef Reiner Hoffmann. Ein Dorn im Auge ist ihm insbesondere der Taxi-Konkurrent Uber.

Die Gewerkschaften warnen vor "neuen Formen der Ausbeutung" durch den Siegeszug von Internetfirmen wie dem Taxi-Konkurrenten Uber. DGB-Chef Reiner Hoffmann kritisierte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" Online-Plattformen, die etwa günstige Fahrdienste oder Haushaltshilfen anbieten. "Bei vielen dieser Angebote auf den Plattformen geht es eher darum, dass vor allem die Vermittler dauerhaft schnelles Geld bei Umgehung aller Vorschriften verdienen", sagte Hoffmann. Dadurch entstünden "neue Formen der oftmals prekären Solo-Selbstständigkeit".

Ein Dorn im Auge ist ihm insbesondere die umstrittene Fahrdienst-App Uber, gegen die die Taxibranche Sturm läuft. "Wir reden hier nicht über ein gemeinnütziges Internetprojekt", betonte der Gewerkschafter. Uber zählt zu den am heißesten begehrten Firmen im Silicon Valley. Finanzprofis bewerten die Firma mittlerweile mit 18 Milliarden Dollar, zu den Geldgebern gehören bekannte Unternehmen wie Google oder Goldman Sachs. "Denen geht es nur um eines: so viel Geld zu verdienen wie möglich", unterstrich der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

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Anders als traditionelle Taxiunternehmen betreibt Uber keinen Fuhrpark, sondern vermittelt Fahrten per Smartphone. Uber-Fahrer arbeiten auf eigene Rechnung. In Deutschland haben die Großstädte Hamburg und Berlin den Uber-Dienst per Unterlassungsverfügung verboten. Dagegen wehrt sich die Firma juristisch.

Hoffmann fürchtet eine massive Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten. "Die Politik muss dafür sorgen, dass Kündigungsschutz, Mindestlöhne, Arbeitsschutz und Arbeitszeitregeln auch für die neuen digitalen Angebote gelten", forderte er. Besorgt äußerte sich auch Wirtschaftsstaatsekretärin Brigitte Zypries. "Im Silicon Valley herrscht eine Goldgräberstimmung, und die Share-Economy wird nur positiv gesehen", sagte die SPD-Politikerin dem Magazin. "Die sozialen Folgen werden ausgeblendet." Auch aus ihrer Sicht sind etliche Punkte dringend zu klären, darunter die ordnungsgemäße Versteuerung der Einnahmen sowie Haftungs- und Versicherungsfragen.

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