Jahresbilanz: Bahn steht vor einem riesigen Berg Probleme

Jahresbilanz: Bahn steht vor einem riesigen Berg Probleme

von Christian Schlesiger

Wegen des Gewinneinbruchs verzichtet Bahnchef Grube auf eine Gehaltserhöhung. Er will sich den Baustellen im Konzern widmen. Von denen gibt es reichlich.

Per Pressemitteilung am Mittwoch ließ Bahnchef Rüdiger Grube verkünden, dass er in diesem Jahr auf seine Gehaltserhöhung verzichtet. Eigentlich stand ihm ein Plus von 20 Prozent auf seine Grundvergütung zu. So war es abgemacht zwischen ihm und dem Aufsichtsrat im Dezember 2012 – als Teil der Vertragsverlängerung um fünf Jahre bis 2017. Doch an dem Plus von rund 180.000 Euro pro Jahr gab es Kritik im Aufsichtsrat. Die WirtschaftsWoche berichtete Anfang der Woche. „Auch wenn mir nach Ablauf meines ersten fünfjährigen Mandats an der Spitze der DB zum 1. Mai 2014 eine Gehaltsanpassung zugesagt worden war, möchte ich auf dieses Angebot verzichten“, sagte Grube. „Die zuletzt in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen über die Angemessenheit meines Gehaltes lenken nur von den eigentlichen großen Herausforderungen bei der Bahn ab.“

Tatsächlich sind die Probleme immens. Das zeigen die Zahlen, die der Konzern bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt vorgestellt hat. So stagniert der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau von 39,1 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn rauschte zudem von 1,5 Milliarden Euro auf nur noch 649 Millionen Euro in den Keller. Dem Bund wird Bahnchef Grube daher nur noch eine Dividende von 200 Millionen Euro auszahlen. Avisiert waren 525 Millionen Euro.

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Probleme gibt es in fast allen Sparten. „Das Jahr 2013 hat uns sehr deutlich gezeigt: Das Wetter hat uns nass-kalt erwischt“, sagte Grube in Frankfurt. Hinzu komme die angespannte Konjunktur. Zusätzliche Belastungen hätte es durch gestiegene Personal- und Energiekosten gegeben. Der operative Gewinn, der 2012 noch bei 2,7 Milliarden Euro lag, sackte auf 2,2 Milliarde Euro ab. Grube räumte ein: „In der Dimension Ökonomie haben wir unsere Ziele nicht erreicht.“

Für das laufende Jahr dämpft die Deutsche Bahn die Erwartungen. Der Konzern plant mit einem Umsatz von rund 41 Milliarden Euro. Sorgen macht weiterhin die angespannte Flottensituation. Inzwischen sind zwar acht neue ICE3-Züge von Siemens gekommen. Doch noch immer wartet die Bahn auf die zweite Tranche. Auch im Nahverkehr fehlen Züge.

Der Rückstau kumuliert sich auf eine Summe, die „langsam in die Milliarde geht“, so Finanzvorstand Richard Lutz.

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